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Gesellschaft übernimmt in Springe Stadtwerke und Hallenbad

SPRINGE. Mehrere hunderttausend Euro fließen jährlich ins Hallenbad. Wegen des hohen Zuschussbedarfs kam in der Vergangenheit immer mal wieder die Frage auf, ob sich Springe die Einrichtung an der Harmsmühlenstraße noch leisten kann. Mit einem geschickten Schachzug will die Stadt das Hallenbad jetzt dauerhaft retten.

Soll in die neue Holding übergehen: das Hallenbad. Foto: Archiv/Mischer
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Es soll von einer Trägergesellschaft übernommen worden, zu der auch die Stadtwerke gehören.

Das vertragliche Konstrukt wird am nächsten Donnerstag erstmals im Finanzausschuss vorgestellt. Ganz vereinfacht gesagt: Eine neue Holding soll die Stadtwerke und auch die noch zu gründende Bädergesellschaft Springe schlucken. Die Stadtwerke behalten dabei ihre Struktur: Die Mehrheit der Anteile an dem kommunalen Energieversorgungsunternehmen hält die Stadt Springe mit 50,5 Prozent, außerdem beteiligt sind BS Energy, die Stadtwerke Hameln und Veolia Deutschland mit jeweils 16,5 Prozent.

Der Vorteil der neuen Gesellschaft: Die Verluste des Hallenbades können mit den Gewinnen der Stadtwerke verrechnet werden. Die Steuerabgaben sinken dann deutlich. „Wir können jedes Jahr 300.000 bis 400.000 Euro sparen“, ist Bürgermeister Christian Springfeld überzeugt. „Es geht bei dem Querverbund also um einen richtigen Batzen Geld.“ Dass die Steueroptimierung überhaupt möglich ist, liegt daran, dass das Hallenbad und die Stadtwerke bereits technisch verknüpft sind: Die Stadtwerke haben das BHKW im Keller der Schwimm-Einrichtung übernommen.

Die neue Holding soll schon in der zweiten Jahreshälfte 2019 an den Start gehen. Nur dann können die steuerlichen Vorteile rückwirkend für dieses Jahr gelten und den städtischen Haushalt entlasten. Bis dahin müssen allerdings noch zahlreiche Details geklärt und etliche Verträge unterschrieben werden. In der Sitzung in der kommenden Woche geht es deshalb erstmal um Grundsätzliches: Gibt die Politik den Plänen ihren Segen oder schreckt sie wegen zu vieler Bedenken und Formalien zurück? Noch im Juni sollen sich auch der Verwaltungsausschuss und der Stadtrat zum Thema äußern.



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