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Verwaltungsausschuss segnet Pläne von SPD und Grünen ebenfalls ab / Im Rat zählt jede Stimme

Gesamtschule: Jetzt wird es richtig knapp

Springe (zett). Diskutiert haben sie gestern Abend nicht ganz so lange – doch das Ergebnis war das gleiche: Nach dem Schulausschuss am Mittwoch hat gestern Abend auch der Verwaltungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung die Beantragung einer Integrierten Gesamtschule abgesegnet.


Das Ergebnis könnte vorentscheidenden Charakter haben – denn wie im Verwaltungsausschuss verfügen SPD und Grüne auch im Rat der Stadt nur über eine knappe Mehrheit von einer Stimme. In der kommenden Woche reicht so ein einziger Abweichler bei Sozialdemokraten und Bündnisgrünen, um die Gesamtschulpläne zu Fall zu bringen – vorausgesetzt, CDU, FDP und Bürgermeister stimmen geschlossen dagegen.

Zuvor hatte sich gestern bereits der Springer Ortsverband der Partei „Die Linke“ zu Wort gemeldet, die bislang noch nicht im Stadtrat vertreten ist. Deren Vorsitzender Axel Seng bezeichnete das bislang gescheiterte Ansinnen der Verwaltung, auf Details zur Oberschule zu warten, als „reine Verschleppungstaktik“. Neue Erkenntnisse seien vom Landtag nicht zu erwarten, dessen Entscheidung in dieser Sache „klar vorauszusehen“.

Ohnehin sei „ein weiterer Probelauf mit einer neu erfundenen Oberschule überflüssig“, so Seng weiter. Das Gesamtschulkonzept sei in Deutschland und der Welt „ausreichend erprobt“. Die Entscheidung will die Linke jetzt „umgehend“ in die Hand der Eltern legen – mittels der für März geplanten Befragung: „Die Gegner einer IGS werden ausreichend Gelegenheit haben, ihre Gründe darzulegen“, so Seng. Seine Partei unterstütze nicht nur die vom Land vorgeschriebene Einrichtung der IGS mit fünf Klassen pro Jahrgang – sie will sich sogar die Option auf eine Sechszügigkeit offen halten: „Bei einer vierzügigen IGS wäre programmiert, dass Jahr für Jahr viele Anmeldungen abgelehnt werden müssen. Das ist die leidvolle Erfahrung der meisten Gesamtschulen“, beklagt Seng.

Dem Otto-Hahn-Gymnasium gibt der Linken-Chef dagegen keine Chance. Es habe nur eine Zukunft „als besonderer Bildungsgang mit klarem Profil“, ähnlich der Waldorfschule. Sollte die Schülerzahl in Springe ein Gymnasium neben der IGS nicht mehr ermöglichen, wie die Verwaltung befürchtet, dann müssten Schüler nach Sengs Vorstellung auf auswärtige Gymnasien ausweichen. Ein schwacher Trost für die OHG-Unterstützer dürfte da der Linken-Vorschlag in Sachen Namensgebung sein: Auch die neue IGS in Springe könne „gerne“ Otto-Hahn-Gymnasium heißen, so Seng.



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