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Antrag passiert Schulausschuss

Gesamtschule: erster Erfolg für SPD und Grüne

Springe (zett). Die Gesamtschul-Pläne von SPD und Grünen haben gestern Abend die erste Hürde genommen. Mit klarer Mehrheit und gegen die Stimmen der CDU passierte der Antrag der beiden Fraktionen nach emotionaler Diskussion den Schulausschuss. Bereits heute Abend beschäftigt das Vorhaben den nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss, nächste Woche fällt der Rat dann die endgültige Entscheidung.


Zuvor hatte Schulfachbereichsleiterin Dagmar Wiese-Cordes für die Verwaltung noch einmal die aktuellen Zahlen und Fakten vorgelegt. Sie erinnerte angesichts der sinkenden Geburten- und Schülerzahlen in Springe daran, dass eine Integrierte Gesamtschule nach wie vor mit fünf Klassen pro Jahrgang eingerichtet werden müsse. Eine Ausnahmegenehmigung „sehe ich für Springe nicht“, so Wiese-Cordes. Sie mahnte auch, die vorgeschriebene stufenweise Einführung der Gesamtschule könne zu schlechteren Rahmenbedingungen an der dann parallel auslaufenden Haupt- und Realschule führen.

Letztendlich konnten sie und Bürgermeister Jörg-Roger Hische sich aber nicht mit ihrer Bitte nach einer Verschiebung der Entscheidung durchsetzen. Sie wollten abwarten, bis die Landesregierung im März Details zur geplanten Oberschule beschließt.

Vor der Abstimmung kam es zum offenen Schlagabtausch, bei dem auch die Zukunft des Otto-Hahn-Gymnasiums eine Rolle spielte. „Seien Sie so offen zu sagen, dass dieser Antrag das OHG kaputtmacht“, feuerte Bürgermeister Jörg-Roger Hische in Richtung SPD und Grüne. Sozialdemokrat Axel Schulte-Czichon wiederum warf der Verwaltung eine „befremdliche Belehrung“ vor: Für ihn und seine Mitstreiter stünden nicht die Schülerzahlen, sondern das pädagogische Konzept der IGS im Vordergrund.

OHG-Direktor Carl-Clemens Andresen rechnete vor, dass sich das Gymnasium auf Basis aktueller Zahlen nur noch bis 2020 neben einer IGS halten könne: „Für eine dritte Oberstufe neben OHG und Wirtschaftsgymnasium reichen die Schüler in Springe nicht.“ Dabei sei das OHG alles andere als eine Eliteschule: „Wir können große Erfolge in der sozialen Öffnung vorweisen. Bei uns sind alle Bevölkerungsschichten vertreten.“

Schulfachdienst-Chefin Gabriele Tegtmeyer erklärte, eine Elternbefragung könne nach einem positiven Ratsbeschluss im März und April durchgeführt werden.



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