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Gerste und Winterraps wird bereits geerntet

SPRINGE. Jeder Tropfen Regen wäre in diesen Tagen Gift für die Ernte: Die Landwirte in der Region hoffen auf anhaltend trockenes Wetter, damit die Ernte problemlos eingefahren werden kann.

Vorm Gewitter geerntet: Der Winterraps von Hilmar Kickel wird rechtzeitig vorm angekündigten Regenguss eingefahren. FOTO: MISCHER
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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Ganz schlecht dürfte die dann in diesem Jahr nicht ausfallen, hoffen die Bauern. Und Einige haben aber bereits die ersten Gerstenfelder abgeerntet – und rechnen mit durchschnittlichen Erträgen.

„Wir haben unsere Gerste bereits eingefahren“, ist der Springer Hilmar Kickel froh. Die Ernte habe sich in diesem Jahr verzögert, weil der Boden zu feucht gewesen sei. Gewogen und ausgewertet wird seine Gerste aber erst heute, wie sie genau ausfällt, lasse sich deshalb noch nicht sagen. „Mein Bauchgefühl ist aber, dass sie voll im Durchschnitt liegt“, sagt der Landwirt, der auch als Lohnunternehmer tätig ist.

Klar ist, dass die Ernte nur bei gutem Wetter über die Bühne gehen kann. „Da brauchen wir in den nächsten 14 Tagen Standwetter – also dürfen keinen Regen haben, dann wären wir aus dem Gröbsten heraus.“ Ansonsten könne sich das Zeitfenster, während dessen die Ernte möglich ist, auf wenige Tage begrenzen – und das führt in der Regel zu purem Erntestress. Weil alle Landwirte möglichst gleichzeitig den Mähdrescher einsetzen möchten. Aber die Zahl der Maschinen ist begrenzt, viele Bauern teilen sich ein Gerät oder nehmen die Dienstleistung von Lohnunternehmern in Anspruch.

Für den Weizen indes sieht Hauke Flörke-Staats aus Springe derzeit beste Bedingungen. „Das Getreide hat sich nur an wenigen Stellen gelegt – und das Wasser kam zur rechten Zeit.“ Deshalb stehe der Weizen gut da, Flörke-Staats rechnet im Weizenbereich mit normalen Erträgen. Und geht davon aus, dass die Ernte in Springe in der zweiten Augustwoche beginnen kann. Auch die Rahmenbedingungen für den Mais und die Zuckerrübe sind laut Flörke-Staats derzeit gut.

In Gestorf sind noch keine Felder abgeerntet worden, Weizen wurde noch nicht gedroschen: Dort beginnt die Kornernte erst am 25. Juli, sagt Kreislandwirt Björn Estorf aus Gestorf. Auf einigen trockenen Stellen könnte aber schon gearbeitet werden.

Der Experte rechnet in diesem Jahr mit normalen bis guten Erträgen. „Bei uns ist alles in Ordnung und wir sind im Zeitplan.“ Starkregen würde aber dazu führen, dass sich das Weizen hinlege und somit das Dreschen erschwere. Die wenigen heißen Tage etwa im Juni hätten sich aber nicht negativ auf die Ernte ausgewirkt, sagt Estorf. Bis jetzt hielten sich auch Schädlinge im Rahmen. „Was uns aber im Winter gefehlt hat, war starker Frost. Der wäre für die Bodenstruktur förderlich gewesen.“

Bevor Estorf seine Bahnen auf dem Mähdrescher zieht, will er jetzt darauf achten, dass sich die Pilzkrankheiten nicht ausbreiten. „Die freuen sich über das feuchtwarme Wetter.“ So müsse er etwa die Zuckerrüben spritzen, um gegenzusteuern. Auch bei den Süßkartoffeln müsste er aufmerksam sein.



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