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Geräuschlose Verschmelzung

Springe. Die Vorbereitungen für die Fusion der Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg mit der Volksbank Hildesheim gehen in die Schlussphase. Am 1. Mai soll die neue Riesenbank ihre Arbeit aufnehmen.

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Vor acht Monaten hatten beide Häuser mit dem Abschluss eines Kooperationsvertrages den Grundstein für die Verschmelzung gelegt. Seitdem werden hinter den Kulissen Strukturen verändert, Arbeitsabläufe angepasst. Über den genauen Stand der Dinge sollen die sogenannten Vertreter der Volksbank heute Abend in einer ersten Informationsveranstaltung in Pattensen informiert werden. „Alles läuft sehr geräuschlos – wir liegen voll im Zeitplan“, zeigt sich Henning Deneke-Jöhrens zufrieden.

Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg soll den Planungen zufolge auch an der Spitze des neuen Geldhauses stehen. Gleichberechtigt als Sprecher an seiner Seite: Michael Siegers von der Volksbank Hildesheim. Komplettiert wird der zunächst vierköpfige Vorstand von Reiner Lockhausen (Springe) und Jürgen Böhnke (Hildesheim). Böhnke und Siegers werden dann allerdings innerhalb der kommenden drei Jahre altersbedingt ausscheiden. Dass Deneke-Jöhrens und Lockhausen die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen, so der künftige Name, dann dauerhaft zu zweit führen werden, ist indes unwahrscheinlich. „Angesichts der Größe der Bank spricht vieles für drei Vorstandsmitglieder“, sagt Deneke-Jöhrens.

Mit einer Bilanzsumme von rund 2,2 Milliarden Euro und etwa 7000 Mitgliedern rückt das neue Geldinstitut zur sechstgrößten Volksbank in den acht nördlichen Bundesländern auf. Die Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg bringt es auf 82 000 Kunden, Hildesheim steuert 53 000 bei. Auch bei der Zahl der Geschäftsstellen liegt die heimische Bank mit 28 gegenüber 23 vorn.

Die Schließung von Standorten im Zuge der Fusion ist laut Deneke-Jöhrens nicht geplant. Das Festhalten an einem großen Filialnetz habe sich in der Vergangenheit als das richtige Geschäftsmodell erwiesen, sagt der Vorstandschef.

Dass sich Springe und Ronnenberg künftig nicht mehr in der Unternehmensbezeichnung wiederfinden, sei aus Sicht der betroffenen Städte sicher bedauerlich, räumt Deneke-Jöhrens ein. „Wir konnten aber nicht noch einen weiteren Ortsnamen dranhängen“, wirbt er um Verständnis. Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen sei da ein guter Kompromiss, um weiterhin die Regionalität des Unternehmens zum Ausdruck zu bringen.

Offiziell wird die Bank diesen Namen vermutlich erst ab Mitte Juli tragen – wenn der Eintrag ins Handelsregister vollzogen ist. Tatsächlich verschmolzen werden alle Abteilungen aber schon ab Anfang Mai. Auf dem Papier handelt es sich rechtlich um eine Übernahme der Volksbank Hildesheim durch die Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg. Entsprechend lautende Beschlüsse sollen in den Vertreterversammlungen beider Häuser am 27. April in Hildesheim und einen Tag später in Lehrte gefasst werden. Juristischer Sitz der Großbank wird Hildesheim sein. Am 11. Mai soll erstmals der neue, 17-köpfige Aufsichtsrat zusammentreten.



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