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Geldwäsche: 26-jähriger Eldagsener verurteilt

ELDAGSEN. Wegen Geldwäsche ist ein 26-Jähriger aus Eldagsen verurteilt worden. Das Springer Amtsgericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro. Auf das Konto des Mannes hatten fünf Betrogene aus dem In- und Ausland vermeintliche Provisionen für Wohnungskäufe eingezahlt. Es entstand ein Schaden von 6000 Euro.

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Autor:

Anne Brinkmann-Thies

„Die Leute, die mir das Geld gesandt hatten, kannte ich nicht“, ließ der Mann über einen Dolmetscher erklären. Auf die Frage des Staatsanwalts, wem er seine Kontoverbindungen gegeben habe, antwortete der Angeklagte: Das wisse er auch nicht. Er sei überrascht, wie die fremden Menschen an seine Daten gekommen seien.

Eingezahlt wurden zwischen Mai und August 2016 Summen zwischen 300 und 1600 Euro. Sobald das Geld auf seinem Konto einging, habe der Angeklagte es tagesaktuell auch gleich wieder abgehoben, berichtete der Staatsanwalt. Der Angeklagte muss also über die Einzahlungen informiert gewesen sein. Die Überweisungen waren alle an einen fiktiven Empfänger mit dem Namen Richard Grey gerichtet.

Mit dem Geld habe er sich Kleidung und Essen gekauft, berichtete der Angeklagte auf Nachfrage der Strafrichterin. Er habe später eingesehen, dass er das Geld unberechtigt erhalten habe, sagte der abgelehnte Asylbewerber. „Sie haben sich anwerben lassen für organisierte Kriminalität“, warf ihm der Staatsanwalt vor. Und fügte hinzu: Diese Straftaten nehmen immer mehr zu“.

Dabei werden sogenannte Finanzagenten von Kriminellen angeworben. Ihnen werden Verdienstmöglichkeiten versprochen. Davor warnt auch die Polizei auf ihrer Seite „Polizeiliche Kriminalprävention“. In Jobbörsen, Internetauftritten oder per E-Mail gäben sie sich als Vertreter scheinbar seriöser „Finanz-Managementunternehmen“ oder Ähnliches aus und sprächen in immer größer werdendem Umfang Inhaber von Bankkonten in Deutschland an, heißt es dort.

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte betonte: „Ich gehöre nicht zu diesen Leuten.“ Der entstandene Schaden in Höhe von rund 6000 Euro soll von dem Mann wieder eingezogen werden.



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