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Geheimnisvolle Waldbewohner im Saupark Alvesrode

ALVESRODE. Spaziergänger und Wanderer wundern sich: Von heute auf morgen tauchten auf dem Forstdirektor Dr. Friedrich Türcke Platz, in einem bei Naturfreunden beliebten Bereich des Sauparks, filigrane Schnitzarbeiten und durchdachte Kunstwerke aus Holz auf.

Spannender Waldbesuch: Stative , Vogelwesen und Pfeile geben Rätsel auf. FOTOS: MISCHER
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Schön anzusehen. Aber auch ein wenig rätselhaft: Was drücken die denn aus – und vor allen Dingen wer hat die eigentlich gemacht?

Eine Leserin der NDZ fragte begeistert nach, wer die schönen Holzskulpturen und Installationen angefertigt habe: Ein Künstler, der anonym bleiben möchte? Oder gar eine Gruppe von Guerilla-Schnitzern? Oder ein hochdotierter Erschaffer von Holzkunst, der einer Auftragsarbeit nachgekommen ist? Aber von Anfang an.

Auf einem der Holztische stakst ein storchenvogelähnliches Wesen über die moosbewachsene Tischplatte. Mit Holzspitze als Schnabel und Leine als Federn. An anderer Stelle steht ein Dreibein, aus dessen Mittelpunkt an einem Seil befestigt ein Stein baumelt. Willkommen in der Welt der geheimnisvollen Waldbewohner. Aber was machen die nun hier?

Friedrich Türcke war ein deutscher Forstmann und Jagdwissenschaftler. International bekannt war der langjährige Leiter des niedersächsischen Forstamtes Saupark als Experte für die Verhütung von Wildschäden sowie als Kenner des Europäischen Mufflons und des Wisents. Deshalb wurde nach ihm auch ein Platz im Saupark im Bereich des Hallerbruchs benannt. Dort stehen seit einigen Tagen die hölzernen Skulpturen.

Verantwortlich für diesen Waldbereich, wie für den gesamten Saupark, ist die Landesforsten mit ihrem Forstamt Saupark. Deren Sprecher, Joachim Hansmann, startete auf Anfrage der NDZ eine umfangreiche Recherche, wer die Kunstwerke geschaffen und aufgestellt hat. Ohne Erfolg – oder zumindest mit der Erkenntnis, , dass die geheimnisvollen Waldbewohner weder auf Veranlassung noch mit Zustimmung der Landesforsten entstanden sind.

Es handelt sich offenbar tatsächlich um eine Art Guerilla-Kunstaktion, die bereits etlichen Waldbesuchern Freude bereitet hat. Deshalb wird die Landesforsten die Installationen auch stehen lassen.

Allerdings scheinen sie ohnehin einen temporären Charakter zu haben: Den nächsten Sturm dürften die meisten der Waldbewohner nicht überleben.

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