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Baukosten von 125 000 Euro erwartet

Gefährliche Rohre: Stadt muss nun doch nachbessern

Springe. Für spielende Kinder können sie zur Falle werden: Im Stadtgebiet gibt es eine Vielzahl dicker Kanaleinläufe, die nicht ausreichend gesichert sind. Ein Umstand, den der Ortsrat schon seit langer Zeit geändert haben möchte. Jetzt endlich reagiert die Stadt – unter Hinweis auf immense zu erwartende Kosten.

Ausreichend gesichert? Dieses Kanalbauwerk an der Rathenaustraße könnte zur Falle werden. Foto: ric

Autor:

Markus Richter

„Die Verwaltung hat sich bisher unter dem Verkehrssicherungsaspekt nicht in der Plicht gesehen, alle größeren Verrohrungen mit Gittern zu versehen, um deren Betreten durch Unbefugte zu unterbinden“, heißt es frei heraus in einer aktuellen Vorlage der Stadt. Und das, obwohl bekannt sei, dass Spielen im Gewässer für kleine Springer durchaus attraktiv ist. Und bislang wurden auch alle Anträge mit Verweis darauf abgelehnt, dass verstopfende Roste Schäden nach sich ziehen können, dass die Kosten hoch sein werden und dass noch niemand zu Schaden gekommen sei. Doch jetzt lenkt die Stadt ein, weil sie es muss: Um Rechtssicherheit zu bekommen, wurde der Kommunale Schadensausgleich (KSA) eingeschaltet. Und die Experten fordern unmissverständlich, die sogenannten „Ein- und Auslaufbauwerke“ im Bereich der Ecke Rathenaustraße/Plönhagen abzusichern. Durch die bis zu einem Meter breiten Öffnungen seien in der Tat Kinder gefährdet, schräg angebrachte Gitter würden zudem eine Verstopfung der Öffnung verhindern.

Die Rathenaustraße könnte nun zum Präzedenzfall werden: Insgesamt sind nur 18 von 81 vergleichbaren Bauwerken im Stadtgebiet Springes entsprechend gesichert. Nach Abzug kleinerer Öffnungen und weiterer Faktoren hat die Stadt 25 öffentlich zugänglich Kanaleinläufe gezählt, die es zu verbessern gelte. Für jedes einzelne muss mit Baukosten von 5000 Euro kalkuliert werden. Macht in der Summe stolze 125 000 Euro. Da sich der Unterhaltungsaufwand „erheblich erhöht“, kalkuliert die Stadt zusätzlich mit jährlich 4000 Euro für Personal, Geräte und Deponie. Pro Bauwerk. Priorität haben fünf Einläufe, die sich in der Nähe von Schulen und Freizeiteinrichtungen befinden.



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