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Gaststätte „Zur grünen Linde“ als Kita-Standort im Gespräch

VÖLKSEN. 17 Grundstücke hat die Stadt unter die Lupe genommen. Eine Lösung für die Kita-Platznot in Völksen ist aber noch nicht in Sicht. Im Gespräch ist allerdings die Traditionsgaststätte „Zur grünen Linde“, wie Fachbereichsleiterin Hanna Kahle jetzt den Völksener Ortsratsmitgliedern mitteilte.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Die Verwaltung verhandelt derzeit mit Besitzer Nils Kramer über die Nutzung des Gasthauses. Möglich sei sowohl der Kauf als auch eine Anmietung der Räume. Andere mögliche Flächen für eine Kita scheiterten an der Größe oder an den Auflagen, so Kahle. Von den 17 geprüften Optionen sei es in den wenigsten Fällen zu konkreten Verhandlungen gekommen. „Wenn das Grundstück groß genug war, gab es baurechtliche Probleme, etwa weil das Grundstück zu nah an der Bahn oder in einem Gewerbegebiet liegt“, erklärte Kahle. „Bislang können wir keine Fläche sicher eruieren“, bedauert Kahle. Themen wie Lärm und Schallschutz erschwerten die Suche. „Voraussetzung dafür ist, dass die Fläche mindestens 1500 Quadratmeter groß und möglichst ebenerdig sein muss.“

Auch ein Außengelände und Parkplätze müssten vorhanden sein.

Der Standort der Gaststätte „Zur grünen Linde“ sei dafür optimal in der Nähe des Ortszentrums gelegen – auch ein Bebauungsplan liege bereits vor. „Wir sind uns aber im Detail noch nicht einig geworden“, so Kahle. Bei den Gesprächen mit Kramer gehe es auch um die Kostenfrage, so Kahle. Der Eigentümer bestätigt auf NDZ-Anfrage die laufenden Gespräche mit der Stadt. „Noch ist alles in der Schwebe“, betont der Besitzer. Die Gaststätte steht seit einigen Jahren leer. „Die Pächter-Suche hat sich schwierig gestaltet.“ Im Oktober 2014 hatte er den Gebäudekomplex für 185 000 Euro ersteigert. Das Gelände ist mehr als 2000 Quadratmeter groß. Ziel sei es gewesen, die Gaststätte wieder zu betreiben. Im Frühjahr 2015 gab Kramer noch an, mit zwei möglichen Pächtern im Gespräch zu sein – doch die Pläne scheiterten offenbar.

Die Verwaltung hofft, auf einen Schlag an einem Standort die vier Gruppen einrichten zu können, bestätigte Kahle auf Nachfrage von Ortsratsmitglied Simone Oertel gen. Bierbach. „Wir müssen da auch immer die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten.“ Bei der Gaststätte wäre diese Voraussetzung erfolgt: In dem Gebäude könnten sowohl zwei Krippen-, als auch zwei Kindergartengruppen entstehen, die beide dringend benötigt würden.

Für Völksens Ortsbürgermeister Andreas Wietstock ist die Situation alles andere als zufriedenstellend. „Es läuft schlecht, um es salopp zu sagen.“ Aufgrund der hohen Auflagen für einen Kita-Standort und der Größenvorgabe seien mögliche Grundstücke ohnehin rar gesät. „Schade, dass da so viele Optionen geplatzt sind; die Situation ist mega-frustrierend.“



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