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„Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ wird ausgebaut

SPRINGE. Das Programm „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“, das Familien mit entsprechendem Bedarf rechtzeitig im Alltag unterstützen soll, wird in Springe ab sofort von der Region finanziell gefördert.

Foto: Archiv/Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„In Springe ist das eine Sondergeschichte“, sagt Fachbereichsleiterin Hanna Kahle. Denn in der Deisterstadt hat das Team des Kinderschutzbundes die Projektkoordination für die Stadt übernommen. Zuvor hatte sich darum das städtische Familienbüro gekümmert. Doch statt dort das Personal dort aufzustocken, bekommt der Kinderschutzbund eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10 000 Euro im Jahr, um die Aufgaben zu übernehmen. So hatte es der Rat beschlossen. Und die Stadt gleichzeitig schon im Januar 2018 damit beauftragt, eine Ko-Finanzierung der städtischen Aufwendungen mit der Region zu klären, um diese finanziell in die Pflicht zu nehmen.

Nun fordere die Region als Grundlage dieser Regelung eine Kooperationsvereinbarung, sagt Kahle. Dafür, dass in Springe das Netzwerk vor Ort begleitet wird, hatte die Stadt aber bislang kein Geld bekommen. Und genau das soll sich jetzt ändern.

Mit der neuen Vereinbarung besiegeln die Region und die Städte ihre verbindliche Zusammenarbeit beim Ausbau der Netzwerke, den die Region außerdem ab diesem Jahr für die kommenden fünf Jahre mit jeweils 20 000 Euro pro Kommune und Jahr fördert.

„Die Stadt beabsichtigt, dass der Kinderschutzbund die Koordination und Organisation weiterhin übernimmt“, so Kahle. Eine entsprechende Vorlage soll den Mitgliedern des Sozialausschusses am 13. Februar vorgestellt werden. Zuvor will sich die Stadt aber noch mit dem Team des Kinderschutzbundes zusammensetzen und die Details des Programms besprechen. Wie die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Roswitha Prüssing, bestätigt, habe auch der Verein durchaus Interesse daran, die Organisation auch in Zukunft zu übernehmen. „Wir würden gerne weitermachen, aber am Ende ist es natürlich Sache der Stadt. Der geplante Ausbau des Projektes ist aber natürlich schön“, so Prüssing. Ziel des Programms ist es, Kinder und Familien von Anfang an zu unterstützen und so allen die gleichen Chancen auf Gesundheit, Bildung und Teilhabe zu ermöglichen. Bereits seit 2014 baut die Region mit den 16 Kommunen in Jugendhilfeträgerschaft gemeinsam das Netzwerk auf. „Mit der Kooperationsvereinbarung und den jährlichen Zuschüssen wollen wir diese wichtige Arbeit vor Ort aber noch verbindlicher gestalten und auch in Zukunft die vorhandenen Netzwerke weiter entwickeln und ausweiten“, sagt Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region.

Dass der Kinderschutzbund zentraler Ansprechpartner für die Kooperationspartner im Netzwerk ist, ist aus Sicht der Stadt ein Vorteil. Der gemeinnützige Verein könne unabhängig von kommunalen Strukturen handeln. Zudem würden die Mitarbeiter des Familienbüros nicht zusätzlich belastet.



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