weather-image
15°

Freiwillige Feuerwehr probt in Völksen den Ernstfall

VÖLKSEN. 18.40 Uhr. Im Ort heult die Sirene auf. Nur wenige Minuten später erreichen die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Völksen den Einsatzort am Hermannshof. Doch keiner der anwesenden Zuschauer wirkt sichtlich besorgt.

Vor verschlossener Tür: Daniel Sundmacher (links) und Sascha Selimi trainieren für den Ernstfall. Foto: sza

Autor:

Patricia Szabo

Mit einer simulierten Rauchentwicklung trainierten 18 Kameraden nun für den Ernstfall. Im Rahmen der Übung wurde am Hermannshof ein Raum mit dichtem Rauch eingenebelt und die Feuerwehrleute über zwei vermisste und verletzte Personen unterrichtet. Wegen des stark verrauchten Kellers war das Betreten des Gebäudes nur mit Atemschutz möglich – ein realistisches Szenario, das vom Ortbrandmeister Alexander Klockemann, dessen Stellvertreter Michael Lühmann und zwei weiterern Vorbereitern ausgearbeitet worden war.

„Ziel der Übung ist eine schnelle und gewaltlose Türöffnung unter realen Bedingungen, Menschenrettung und Brandbekämpfung“, erklärte Klockmann die Maßnahme und fuhr fort: „Dabei achteten die Übungsbeobachter auf die Taktik der Einheitsführung und die Durchführung der Maßnahmen.“ Nicht alles lässt sich so realitätsnah nachstellen wie der dichte Rauch, der die Kameraden unmittelbar nach dem Öffnen der Kellertür einhüllte. „Im Grunde genommen ist das derselbe Rauch, der in der Disco aus der Nebelmaschine kommt, nur dass unsere Nebelmaschine etwas größer ist“, so Klockemann. Auch heiße Türen und andere tückische Stellen lassen sich nicht ohne Weiteres nachbilden. Hierfür bereiteten Lühmann und Klockemann Zettel vor, die sie Positionen, wie etwa den Türen, anhefteten: „Zylinder darf gezogen werden“, „Die Tür ist heiß“ oder „Keine Brechwerkzeuge“. In einer realen Gefahrensituation werde die Tür auch schon mal aufgebrochen, so der Ortsbrandmeister.

Kurz nach ihrer Ankunft stürmten die Kameraden das Gebäude, schraubten das Schloss auf und fanden recht zügig eine Übungspuppe, die sie aus dem verrauchten Raum retteten. Was aber war mit dem zweiten Vermissten? „Eine weitere Person gab es gar nicht“, so Klockemann, doch das mussten die Kameraden selbst ermitteln.

Die freiwillige Feuerwehr übt regelmäßig, damit im Ernstfall Abläufe und Absprachen gelingen und alles reibungslos funktioniert.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt