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Freibäder: Zuschüsse auf dem Prüfstand

ELDAGSEN/BENNIGSEN/ALTENHAGEN I.In einem sind sich eigentlich alle einig: Die aktuelle Finanzierung der Freibäder durch die Stadt muss auf neue Beine gestellt werden. Bislang bezuschusst die Stadt die Einrichtungen in Altenhagen I, Eldagsen und Bennigsen mit 126 500 Euro. Aber reicht das noch?

Das Freibad in Eldagsen: Die Zuschüsse der Politik sollen geprüft werden. FOTO: ARCHIV
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Die Zuschüsse teilen sich unter den Bädern nach Größe auf: Während Bennigsen (organisiert als GmbH) rund 58 000 Euro pro Jahr bekommt, gehen 49 000 Euro nach Eldagsen und knapp 15 000 Euro nach Altenhagen ins Waldbad – letztere Einrichtungen werden von Trägervereinen betrieben.

Und alle drei gemeinsam bekommen immer wieder Probleme, den Betrieb zu stemmen – durch ausbleibende Besucher, verregnete Sommer oder defekte Technik. So muss die Stadt über den Zuschuss hinaus in diesem Jahr 120 000 Euro in eine neue Folie in Bennigsen stecken.

Gleichzeitig hatte der Freibadverein Eldagsen um Hilfe gerufen (wir berichteten). Dort sieht man sich „nicht mehr in der Lage den Freibadbetrieb zu unveränderten Konditionen fortzusetzen“.

Der Finanzausschuss genehmigte dem Betreiberverein denn auch einen Zuschuss von 7500 Euro – die Eldagser hätten ihren Bedarf „vernünftig begründet“, sagt CDU-Fraktionschef Wilfred Nikolay. Dennoch fordert er: „Wir brauchen eine Bestandsaufnahme – und nicht nur für Eldagsen. Wir müssen wissen, was in den kommenden Jahren bei den Freibädern auf uns zukommt.“

Die Stadt hatte die Verträge mit den Betreibern gerade erst um zehn Jahre verlängert – auch, um ihnen Planungssicherheit zu geben. Ganz ausdrücklich war bei dem Beschluss Ende 2016 aber die Höhe des Zuschusses ausgenommen, den die Stadt jedes Jahr an die Bäderbetreiber zahlt, seit diese Ende der 1990er-Jahre die ehemals kommunalen Bäder übernahmen.

Vize-Rathauschef Clemens Gebauer stimmte Nikolay zu: „Wir werden das Thema Sportstätten und Bäder aufgreifen müssen.“ Geschehen soll das Ende Februar im Sportausschuss und im März auch im Rat: Bis dahin ist der einmalige Zuschuss für Eldagsen noch mit einem Vermerk gesperrt. Soll heißen: Wenn die Politik im März zu einem anderen Ergebnis kommt, könnte sie das Geld auch wieder streichen.

Zuletzt hatte es vor einigen Jahren Debatten über Kürzungen gegeben: Anfang 2013 standen die Zuschüsse auf einer Sparliste von Rat und Stadt – geprüft werden sollte gar eine Halbierung. Am Ende verzichtete die Politik darauf.

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