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Weder Rat noch Stadt planen offenbar, die Zuschüsse der Einrichtungen zu kürzen

Freibäder können aufatmen

Bennigsen/Eldagsen/Altenhagen I. Eigentlich ist der Herbst ja eine eher ruhige Zeit für die Freibäder: Die Becken sind leer, die Gäste träumen vom nächsten Sommer. Doch in diesem Jahr war alles anders: Die Bäderbetreiber sahen mit Bangen den Haushaltsplanungen von Stadt und Rat entgegen, fürchteten erneute Zuschusskürzungen von bis zu 50 Prozent. Jetzt kommt die gute Nachricht: Vorerst will niemand den gefährdeten Einrichtungen an den Kragen.

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VON CHRISTIAN ZETT

Seit der letzten Kürzungsrunde vor einigen Jahren (minus zehn Prozent) bekommt das Bad in Bennigsen rund 58 000 Euro, Eldagsen erhält 49 700 Euro und das Waldbad Altenhagen 14 500 Euro.

Diese Gesamtsumme von rund 122 000 Euro hat die Stadt Springe jetzt auch in den Haushalt für 2014 eingestellt. Und gleichzeitig für die Jahre 2015 bis 2017 in die langfristige Finanzplanung aufgenommen.

In den Fokus gesetzt hatte die Freibäder aber auch der Rat. Im Haushaltssicherungskonzept, das die Politik im März verabschiedete, heißt es: „Halbierung der Zuschüsse. Die Vereine sollen ihre Bilanzen 2011/2012, ihre Steuererklärung und die Planung 2013 offenlegen. Diese Belege sollen auch zukünftig Grundlage weiterer Entscheidungen sein.“

Acht Monate später scheint die Neugier des Rats befriedigt zu sein: Auf der vor einigen Tagen an die Stadt übermittelten Sparliste für die Ortsteile tauchen die Freibäder nach NDZ-Informationen nicht mehr auf. Heißt aber auch: Die angepeilte Einsparung in Höhe von rund 65 000 Euro im Jahr geht der Stadt verloren. Die Verwaltung selbst wollte einerseits die Planungen der Spar-Lenkungsgruppe abwarten.

Andererseits hatte Bürgermeister Jörg-Roger Hische vor einer Weile erst angekündigt, viele Haushaltsposten pauschal um zehn Prozent kürzen zu wollen. Doch auch das setzte die Verwaltung nicht um, beruft sich auf Zusagen, die man gegenüber den Freibad-Betreibern gemacht habe.

Diese wussten offenbar noch im Spätsommer nichts davon. Gegenüber der NDZ berichteten sowohl die Vereine in Eldagsen und Altenhagen als auch die GmbH in Bennigsen, keinerlei Signale von Stadt oder Lenkungsgruppe bekommen zu haben. Die damals noch diskutierte Kürzung in Höhe von 50 Prozent sei „das Todesurteil“ für ihre Einrichtung, sagte Bennigsens Geschäftsführerin Martina Riemer damals.

Für Aufregung hatte außerdem ein Vorschlag von Bennigsens Ortsbürgermeister Hartmut Rieck gesorgt. Er ist der Ansicht, die Stadt könne sich langfristig nur noch ein Freibad leisten – und das sollten nicht die Einrichtungen in Eldagsen und Altenhagen I sein.

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