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Freibad Eldagsen muss Eintrittspreise erhöhen

ELDAGSEN. Dauerregen und Sturm: Das erste Freibad zieht nach der schlechten Sommer-Saison Konsequenzen: Das Freibad in Eldagsen muss die Eintrittspreise in diesem Jahr deutlich erhöhen, kündigt Vereinschef Wolfram Feuerhake an. Doch auch das reiche nicht, um die Einrichtung dauerhaft erhalten zu können.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Wegen dieser Situation hat der Förderverein jetzt einen Antrag gestellt, der am Donnerstag im Finanzausschuss verhandelt wird: Der Vorstand fordert von der Politik, eine Erhöhung des jährlichen Betriebskostenzuschusses zu bewilligen.

Finanzausschuss spricht am Donnerstag über den Antrag

„Unsere Kosten sind immer weiter gestiegen“, erklärt Feuerhake. 2010 bekam der Verein von der Stadt noch einen Zuschuss in Höhe von 55 000 Euro im Jahr. „Der Betrag wurde in den vergangenen Jahren auf 49 000 Euro brutto reduziert. Nach Abzug der Steuer bleiben damit gerade noch etwa 46 000 Euro bei uns hängen“, weiß der Vereinsvorsitzende. Das sei ganz klar zu wenig.

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Nicht nur die schlechte Saison, auch Reparaturen oder Neubeschaffungen wirkten sich auf die Kasse aus. „Wir mussten zum Beispiel unseren 20 Jahre alten Rasenmäher reparieren oder für mehr als 3000 Euro unsere Pumpen erneuern.“ Mit den Personalkosten liege das Freibad noch unter 30 000 Euro jährlich. Lediglich ein Bademeister und ein Mitarbeiter seien im Bad beschäftigt. Andere Projekte erledige der Verein in Eigenleistung, etwa das Streichen des Freibads. „Auch da kostet die Farbe mehr als 3000 Euro.“

Feuerhake hofft daher, dass der städtische Zuschuss auf weitere 7500 Euro erhöht wird, um die gestiegenen Kosten decken zu können. „Es muss dringend etwas passieren.“

So habe Feuerhake bereits mit dem Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf und Bürgermeister Christian Springfeld über die Probleme gesprochen. „Wenn es nicht wirklich notwendig wäre, hätten wir nichts gemacht. Aber wir müssen jetzt in der Situation handeln.“

Zehn bis 15 Prozent
Besucherrückgang

Nicht nur bei der Stadt, auch bei den Sponsoren hofft der Verein jetzt auf mehr Geld. „In den vergangenen Jahren hatten wir sicher einen Besucherrückgang von zehn bis 15 Prozent“, schätzt Feuerhake. Das liege unter anderem an dem geänderten Freizeitverhalten vieler Bewohner. „Und wir sind kein Spaßbad, sondern ein grundsolides Freibad. Die letzte Saison war besonders schlecht, da können wir alleine nicht mehr gegensteuern.“ Während der Verein auf das Wetter keinen Einfluss habe, müssten eben die Preise erhöht werden. „Das steht für uns jetzt außer Frage.

Dann müssen wir überlegen, wie wir uns verbessern können, für den Wohnwert in Eldagsen ist es sehr wichtig, das Bad zu erhalten.“ Gleichzeitig weiß er auch, dass die finanzielle Situation der Stadt angespannt ist.

Positiv entwickele sich hingegen der Förderverein: 399 Mitglieder engagierten sich derzeit. „Auch der Absatz der Dauerkarten ist extrem stabil“, sagt der Vorsitzende.



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