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Verwaltung schafft in der Innenstadt immer mehr Zwei-Stunden-Zonen ab

Frei parken

Springe. Die Stadt will die Parksituation für Autofahrer im Springer Zentrum verbessern: Nachdem die Zwei-Stunden-Begrenzung entlang der Straße „Im Kleinen Felde“ bereits gefallen ist, dürfen Autofahrer nun zunächst auch an der Burgstraße unbegrenzt lange stehen. An der Bahnhofstraße prüft die Verwaltung weitere Lockerungen.

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VON CHRISTIAN ZETT

Der städtische Schilderwald solle gelichtet werden, erklärt Ordnungsamts-Leiter Werner Mosch das Vorgehen. Darum wolle man bestehende Einschränkungen regelmäßig überprüfen: „Wenn die Regelungen keinen Sinn mehr machen, dann nehmen die Leute das eher als Gängelung wahr.“

An der Burgstraße etwa hätten sich immer wieder Springer bei der Stadt beschwert: Dort sei eine Begrenzung der Parkzeit auf zwei Stunden gar nicht mehr nötig. Mosch stimmt zu: „Früher gab es dort viel mehr Publikumsmagneten.“ Ein Musikgeschäft und ein kleiner Supermarkt hätten dort viele Kunden angezogen. „Seitdem hat sich viel geändert – aber die Regelung ist nicht mehr überprüft worden“, sagt Mosch.

Die Parkschilder an der Burgstraße – sowohl an der südlichen Zufahrt als auch in Höhe des Marktplatzes sind jetzt erst einmal abgehängt. Die Stadt hat sich eine Probephase gegeben, in der die neue Parkfreiheit getestet werden soll. Gebe es keine Kritik oder Probleme, sagt Mosch, könnten die Schilder schon nach zwei Monaten komplett aus der Straße verschwinden. Auch die eigenen Mitarbeiter im Rathaus sollen so entlastet werden: Für sie entfällt zumindest dort der Kontrollblick auf die Parkscheiben.

Doch aus Moschs Sicht würde die Stadt noch weitergehen: Auch an der Bahnhofstraße könnte künftig unbegrenztes Parken möglich sein. Bislang gelten dort Ein- und Zwei-Stunden-Limits. „Dort gibt es auch nicht mehr so viele Geschäfte wie früher“, so Mosch. Die Situation dort solle nun beobachtet werden.

Nicht anrühren will die Verwaltung demnach drei andere Parkzonen: Die Fünfhausenstraße in der Verlängerung der Burgstraße (im Bereich Rossmann/Kik) soll ihre Parkbegrenzungen ebenso behalten wie die verkehrsberuhigten Zonen an Niedern- und Oberntor. Dabei denkt Mosch nicht nur an die Einzelhändler, sondern auch an die Behörden im Alten Rathaus – wie das Standesamt.

Parkplatzprobleme gibt es aus seiner Sicht ohnehin kaum in der Innenstadt: Nur Markttage und Großveranstaltungen locken in der Regel so viele Kunden an, dass es eng wird. Schlimmer sei die Situation eher rund um die Berufsbildenden Schulen sowie in den Straßen rund um das Bildungszentrum des Einzelhandels am Kurzen Ging. Unklar ist die Lage im Bereich „Im Kleinen Felde“. Die Verbindung zwischen Friedrichstraße und Bürgermeister-Peters-Straße galt lange als Anlaufort für Bahnpendler, die hier ihre Wagen abstellten.

Um das zu unterbinden, richtete die Stadt auch hier eine Zwei-Stunden-Begrenzung ein. Doch die Situation habe sich „entspannt“, so Mosch. Die Schilder sind inzwischen verschwunden.

Zum Unmut einiger Anwohner: In der jüngsten Ortsratssitzung hatten mehrere Politiker, die ebenfalls in der Ecke wohnen, zugeparkte Grundstückseinfahrten beklagt. Und deswegen die schnelle Wiedereinführung der Parkzeitbegrenzung gefordert.



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