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Gleichstellungsbeauftragte Petra Mundt zieht Bilanz: „Thema ist hier vor Ort etabliert“

Frauen zwischen Job, Erziehung und Gewalt

Region (red). „Das Thema Gleichstellung ist in der Region Hannover etabliert und besser aufgestellt als in weiten Teilen des Landes“ – so lautet das Fazit von Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, ein Jahr nach Amtsantritt. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Städten wie Springe sei gut, die Gleichstellungsbeauftragten dort hätten bis auf wenige Ausnahmen akzeptable bis gute Arbeitsbedingungen. „Für die meisten Menschen ist die Gleichberechtigung in den Köpfen bereits erreicht“, meint Mundt.

Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück.

Diese gefühlte Wahrnehmung stehe allerdings in krassem Gegensatz zur Realität: Noch immer verdienten berufstätige Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Aufgaben in Beruf, Haushalt, Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen würden immer noch ungerecht zulasten von Frauen verteilt. In der Folge seien diese überproportional von Altersarmut betroffen – „eine alarmierende Situation“, sagt Mundt.

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie deshalb in der Schaffung existenzsichernder Arbeitsplätze für Frauen. „Das gilt besonders für Alleinerziehende“, betont die Gleichstellungsbeauftragte.

In der Region lebten 11 000 Alleinerziehende, die Grundsicherung beziehen – 95 Prozent seien Frauen. Das Projekt „Produktionsnetzwerk zur Integration Alleinerziehender in den Arbeitsmarkt“ knüpft genau hier an: „Wir vom Team Gleichstellung setzen uns dafür ein, Netzwerke wie diese in die Region zu bringen und zu unterstützen“, sagt Mundt.

Einen zweiten Schwerpunkt setzt die Gleichstellungsbeauftragte beim Thema häusliche Gewalt. Die Zahl der Vorfälle steige seit dem Jahr 2003 kontinuierlich, erläutert sie. „Das hat aber auch mit verändertem Anzeigeverhalten und einer anderen Wahrnehmung von Gewalt gegen Frauen zu tun.“



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