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Förder- und Regelschüler drehen Filme für inklusiven Wettbewerb

BENNIGSEN. Sie alle wollen ihn gewinnen – den inklusiven Kurzfilmwettbewerb „Ganz schön ungerecht“. Bei dem Wettbewerb für Schüler der 8., 9. und 10. Klassen dreht sich alles um das Thema (Un-)Gerechtigkeit. Mehr als 200 Schüler-Teams haben sich beworben.

Bei diesem Team stehen zwei der Schüler vor der Kamera und stellen eine Einbruchszene nach. Die anderen Jugendlichen stehen hinter der Kamera und filmen die Szene (oben). Fotos: hermes
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

50 Teams wurden schließlich ausgewählt – darunter auch die Peter-Härtling-Schule in Bennigsen und das Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln.

Um aber überhaupt erst mal das Film-Handwerk zu erlernen, haben die Schüler beider Schulen nun gemeinsam an einem inklusiven, barrierefreien Filmworkshop teilgenommen. Der Drehort: die Peter-Härtling-Schule.

Gemeinsam lernten die Schüler dort, wie sie mit der Kamera tolle Bilder drehen und ihre Filme selber schneiden können. So entstanden während des Workshops, der vom Medienzentrum der Region Hannover geleitet wurde, erste Filmausschnitte. Die Aufgabe: Einbruchsszenen drehen.

„Wichtig ist uns vor allem die Umsetzung und wie die Zusammenarbeit im Team funktioniert“, erklärt Adele Mecklenborg vom Medienzentrum. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Filmteams Besuch von Drehbuchexperten vom Verein Blickwechsel, die mit ihnen an ihren Geschichten gearbeitet haben.

„Für meine Schüler ist es toll, etwas Gemeinsames zu schaffen“, sagte Karin Danehl, Lehrerin an der Peter-Härtling-Schule. Das fördere das Zusammengehörigkeitsgefühl. „Und: Sie müssen sich an feste Regeln halten – das ist bei Einigen gar nicht so einfach“, gibt die Lehrerin offen zu.

Ihre Filme für den Kurzfilmwettbewerb werden die Schüler ab kommender Woche produzieren. Die Peter-Härtling-Schule hat gleich zwei Filmideen eingereicht. Einmal geht es um das Thema arm und reich: Zwei Jungs aus verschiedenen Verhältnissen verlieben sich in dasselbe Mädchen. Doch wer bekommt sie am Ende? Bei der anderen Filmidee geht es um zwei Lesben, die oft angefeindet werden. „Wir fanden die Ideen ausgesprochen mutig“, sagt Mecklenborg.

Noch bis zum 15. Januar können sich die Schüler an dem Wettbewerb beteiligen und einen Kurzfilm (maximal fünf Minuten Länge) einreichen. Eine Jury um Youtuberin und Comedian Jilet Ayse und Juliana Götze, Schauspielerin mit Down-Syndrom, prämieren die besten Kurzfilme am 8. Februar um 11 Uhr bei einer großen Film-Gala im Astor Grand Cinema in Hannover. Hauptgewinn ist eine Reise zur Berlinale, den internationalen Filmfestspielen Berlin.



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