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Flüchtlingsunterkunft: Die ersten Bewohner sind eingezogen

SPRINGE. Angekündigt war der Oktober als Starttermin für die zweite größere Flüchtlingsunterkunft in Springe. Am Mittwoch sind jetzt die ersten 13 Bewohner in das ehemalige Verwaltungsgebäude in der Friedrich-Bähre-Straße gezogen.

In der neuen Unterkunft an der Friedrich-Bähre-Straße sollen bis Ende des Jahres 48 Flüchtlinge einziehen. Foto: Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Der Grund für die verspätete Eröffnung waren Restbauarbeiten, sagt Sozialamtschef Karl-Hermann Heinze. 48 Personen können in der neuen Gemeinschaftsunterkunft des Sozialwerks einziehen. „Bis Jahresende wird die Unterkunft voll belegt sein“, ist Heinze sicher.

Die Quote für Springe liegt derzeit bei 343 Flüchtlingen, 140 weitere Personen müssten demnach bis Ende November nach Springe kommen. Heinze hält das für unrealistisch. „Derzeit sind 200 Flüchtlinge zu uns gekommen und ich rechne auch damit, dass noch welche dazukommen, aber 140 werden es wohl nicht mehr.“

Platzprobleme gebe es aber nicht, auch wenn die neue Einrichtung bis Ende des Jahres beleget sein wird. „Wir haben noch ein paar Plätze in Wohnungen. Ein bisschen Luft nach oben ist da noch“, sagt Heinze.

Außerdem trafen sich wieder die Mitglieder des Forums Flüchtlingshilfe in Springe. Neben Berichten des Sozialamtes der Stadt, des Jobcenters sowie des Nachbarschaftsladens „Doppelpunkt“ berichtete die Tafel von einem neuen Carport, das gemeinsam mit Geflüchteten errichtet wurde. Das neue Carport steht den Fahrzeugen der Tafel und den wartenden Kunden zur Verfügung.

Gleichzeitig wünscht sich die Tafel dringend eine Heizmöglichkeit für den Winter und sammelt Spenden für einen Heizpilz. Außerdem wurde das neue System zum Auslosen der Warteschlangenplätze vorgestellt (wir berichteten).

Im Mittelpunkt der Arbeit des Nachbarschaftsladens steht die Handarbeits- und Fahrradwerkstatt in den neuen Räumen hinter dem „Doppelpunkt“. Für Sonnabend, 12. November, ist ein gemeinsamer Ausflug zum Stoffmarkt nach Hannover geplant. Die Fahrtkosten werden übernommen. Anmeldungen nimmt die Flüchtlingskoordinatorin des Kirchenkreises, Friederike Hoffmann, unter 0176/
15195484 entgegen. Die Teilnehmer wollen Materialien für die gemeinsamen Projekte besorgen. Die Handarbeitswerkstatt hat jeden Montag und Mittwoch von 15.30 bis 19 Uhr geöffnet.

Die Fahrradwerkstatt wird noch in diesem Jahr ihre Türen öffnen (wir berichteten). Das nächste Planungstreffen ist für Donnerstag, 17. November, um 18 Uhr in der St.-Andreas-Straße 10 geplant.

Außerdem sucht die Sprachlernklasse der Integrierten Gesamtschule von Lehrerin Mechthild Clemens Lesepaten, die ein- bis zweimal in der Woche beim Unterricht helfen. Das Forum Flüchtlingshilfe möchte so schnell wie möglich ein Inter- und Transkulturelles Training organisieren, um Ehrenamtlichen sowie Geflüchteten den Umgang miteinander zu erleichtern. Während des Trainings lernen die Teilnehmer Offenheit für Begegnungen sowie den Umgang mit kulturellen Unterschieden.

Ein weiterer Sprachkurs vom Sozialamt der Stadt, finanziert von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB), könnte sofort stattfinden, wenn bis zum 15. Dezember ein Kurs bei der LEB von der Stadt angemeldet wird. Möglich wäre ein Alphabetisierungskurs. Allerdings fehlen derzeit für den Sprachkurs zwei ehrenamtliche Lehrkräfte.



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