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Finanzlage der Stadt zum Jahresende besser als gedacht

Finanzlage der Stadt zum Jahresende besser als gedacht

SPRINGE. Die Unberechenbarkeit ist der Feind eines jeden Finanz-Experten: Da werden Baukosten unvermutet höher als gedacht, an anderer Stelle brechen Gewerbesteuereinnahmen unvermutet weg.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Den städtischen Haushalt trifft das Unerwartete aber in diesem Jahr unter umgekehrtem Vorzeichen: Die Gewerbesteuereinnahmen fallen höher aus als im Vorjahr.

Denn die Ertragslage gestaltet sich für die Stadt „unterm Strich deutlich besser als gedacht“, wie es Springes Allgemeiner Vertreter Gerd-Dieter Walter formuliert. Konkret wurden die Einnahmen aus der Gewerbesteuer fürs Jahr 2016 auf rund fünf Millionen Euro geschätzt, tatsächlich liegen sie irgendwo bei sieben Millionen Euro.

Der Geldsegen ist laut Walter auf höhere Gewerbesteuereinnahmen zurückzuführen, die teilweise sogar auf Nachzahlungen aus den Vorjahren beruhten: Manch ein Steuerverfahren dauert länger als das Haushaltsjahr – und je nachdem wie das Verfahren ausgeht, kann die Stadt eben positiv oder negativ überrascht werden.

In diesem Fall also positiv – und Walter hält es sogar für möglich, dass die Stadt den Kassenausgleich schafft. Heißt: Die Ausgaben und Einnahmen im Kassenjahr 2016 hielten sich die Waage.

Denn auch im Bereich der Aufwendungen rechnet er damit, dass sie geringer ausfallen, als ursprünglich im Haushaltsansatz veranschlagt. Rund 48 Millionen waren eigentlich eingeplant, rund 37 wurden bislang ausgegeben. Dass bis Jahresende knapp elf Millionen gebraucht werden, gilt als unwahrscheinlich.

Der Geldsegen hat für die Stadt aber auch eine schlechte Seite: Durch die höheren Steuereinnahmen wird Springe im kommenden Jahr mehr Geld an die Region zahlen müssen. Grund dafür ist, dass die Wirtschaftsleistung der Stadt dadurch höher eingestuft wird. Und jene ist Grundlage für die Berechnung der Regionsumlage, die Springe nach Hannover überweisen muss. Walter geht davon aus, dass die Umlage um bis zu eine Million Euro höher ausfallen könnte als im Vorjahr. Folge der geringeren Aufwendungen und der steigenden Ausgaben: Voraussichtlich bis Jahresende muss die Stadt keine Kassenkredite mehr aufnehmen.

Auch für Investitionen wurde übrigens nicht so viel ausgegeben, wie im Ansatz eingeplant – weshalb im Finanzausschuss die Frage diskutiert wurde, ob es in Springe einen Investitionsstau gebe. Immerhin sind zum Jahresende 2016 noch rund sieben Millionen Euro, die für Investitionen eingeplant waren, nicht verwendet worden.

„Zum Teil haben wir den, ja,“, sagt Walter. Aber immerhin habe die Stadt mehrere große Maßnahmen zur gleichen Zeit geplant: Etwa den IGS-Bau und die neue Schule für Bennigsen. Walter betonte vor dem Hintergrund: „Es ist nicht so, dass lange geplante Maßnahmen auf einer langen Warteliste sind.“



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