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Finanzausschuss lehnt schnelleren Bau der Feuerwehrhäuser ab

ALFERDE. Am Ende der Sitzung brach der Frust noch mal aus ihm heraus: „Ich bin einfach enttäuscht“, rief Alferdes Ortsbürgermeister Uwe Metz. Gerade hatte der Finanzausschuss den Vorstoß des Ortsrates abgelehnt, doch schon im laufenden Jahr 200 000 Euro für die Planung des neuen Alferder Feuerwehrhauses auszugeben.

Kein neues Feuerwehrhaus für Alferde 2019: Gebaut werden soll erst 2021. FOTO: ACKERMANN
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Und dann 2019 für 710 000 Euro zu bauen.

Stattdessen bleibt es bei der Verschiebung des Projekts auf 2019 (Planung) und 2021 (Bau). Die Stadt verwies erneut auf die aktualisierten Planungen, nach denen nicht mehr als ein Feuerwehrhaus pro Jahr geplant beziehungsweise gebaut werden könne. Außerdem bekamen, wie berichtet, die Standorte wie Altenhagen I den Vorzug, bei denen bereits die Grundstücksfrage gelöst ist.

Metz kritisierte im Ausschuss erneut, Stadt und Politik ignorierten die Einstufung „Gefahr im Verzug“, die die Feuerwehrunfallkasse für das alte Alferder Gerätehaus ausgegeben habe: „Das scheint ja keinen zu interessieren.“ Der Ortsrat hatte außerdem angeregt, die Personalknappheit im Rathaus mit externer Unterstützung zu lindern, um so den Bau schneller umsetzen zu können.

Am Ende stimmte der Finanzausschuss aber ebenso gegen den Antrag aus Alferde wie auch gegen ein ähnliches Ansinnen aus Holtensen: Der hatte gefordert, schon im Jahr 2018 insgesamt 150 000 Euro für Sanierung beziehungsweise Planung in Holtensen und Boitzum zur Verfügung zu stellen.

Metz‘ Frust wurde übrigens durch zwei weitere Entscheidungen der Politik gesteigert: Auf Anraten der Stadt lehnte der Ausschuss auch den Alferder Wunsch ab, 6500 Euro für Solarleuchten für den Weg „An der Scheune“ bereitzustellen, um dort kostengünstig eine Beleuchtungs-Lücke zu schließen. Die Stadt argumentierte, die betroffene Stelle habe „keine fußläufige Bedeutung“, der Bereich der Wohnbebauung sei schon beleuchtet. Außerdem fürchtet man im Rathaus Probleme durch Folgekosten und die Beschaffung von Ersatzteilen.

Vorerst verschoben hat der Ausschuss auch die Planungskosten für den Radweg zwischen Alferde und Eldagsen. Das Geld wollte die Stadt ausgeben, um bereit zu stehen, falls beim zuständigen Land unerwartet Mittel frei werden für den Bau des Weges an der Landesstraße. Es mache jedoch keinen Sinn, die Investition zu tätigen, solange die nötigen Grundstücke noch nicht angekauft seien, argumentiert die Stadt. Sie verschob das Vorhaben erst einmal auf das Jahr 2020 – ebenfalls zum Unmut von Metz.



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