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Feuerwehrhaus Bennigsen: Fraktionen offen für Nachbesserung

BENNIGSEN. Zu wenig Platz, Probleme bei der Lüftung, schlechte Akustik: Das neue Bennigser Feuerwehrgerätehaus macht den Kameraden Probleme. Bürgermeister Christian Springfeld kann sich vorstellen, dass die Stadt nachbessert. Geld bereitstellen müsste aber die Politik. Die NDZ hat darüber mit den Fraktionen gesprochen.

Das Feuerwehrhaus in Bennigsen: Die Politik kann sich Nachbesserungen vorstellen, will aber weitere Informationen. FOTO: MISCHER

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Anne Brinkmann-Thies Reporterin

„Welche Mängel liegen überhaupt vor, und wie gravierend sind sie?“: Diese Fragen müssten nach Einschätzung von SPD-Chef Bastian Reinhard zunächst aufgearbeitet werden. Lägen schwerwiegende Mängel vor, dann müsse geschaut werden, was „zu retten sei“, so Reinhardt. Generell verschließen werde sich seine Fraktion sicherlich nicht, wenn es um notwendige Nachbesserungen gehe. Wie viel Geld dafür in die Hand genommen werden müsste, könne man pauschal nicht sagen.

Reinhardt stellt aber auch die Frage nach der Verantwortlichkeit: Wie habe es denn zu solchen möglichen Fehlplanungen kommen können? Das möchte er mit Blick auf die Verwaltung wissen. Die Politik habe sich auf das verlassen, was die Fachleute ihr vorlegten. Sicherlich sei in Bennigsen mit einer finanziellen Deckelung „Spitz auf Knopf“ gebaut worden. So, wie man es nun in Eldagsen nicht angehen wird. Dort soll ein deutlich größeres und teureres Feuerwehrhaus entstehen. Für die kleineren Räume in Bennigsen sei stellenweise eine Ausnahmegenehmigung nötig gewesen: Das hatte die zuständige städtische Fachbereichsleiterin Hanna Kahle gegenüber der NDZ erklärt.

Politiker fordern sicherheitsrelevante Mängel am Bennigser Feuerwehrhaus aufzuzeigen

Von einer gravierenden Ungleichheit zwischen Bennigsen und Eldagsen spricht auch die Grünen-Chefin Ursula Schulz-Debor: „Wenn wir sagen, dass wir in Eldagsen die Lehren aus Bennigsen gezogen haben, dann müssen wir dort nachbessern.“ Und wenn am Bennigser Neubau wegen gravierender Mängel die Notwendigkeit bestehe, nachzubessern, dann müsse dafür auch Geld in die Hand genommen werden. „Das würde unsere Fraktion unterstützen“, so Schulz-Debor.

Auch der AfD-Ratsvorsitzende Wolfram Bednarski erklärt: „Damit die Mängel behoben werden können, muss Geld bereitgestellt werden.“

Bislang sei niemand auf die Politik zugekommen, um sicherheitsrelevante Mängel aufzuzeigen, sagt Wilfred Nikolay, CDU-Fraktionsvorsitzender. Welche Notwendigkeiten für Nachbesserungen tatsächlich bestehen, habe sich noch gar nicht klar ergeben. Die Feuerwehr-Unfallkasse habe den Bau im übrigen auch abgenommen. Und Nikolay macht auch deutlich: Wenn noch Geld in das Bennigser Gerätehaus fließen müsste, dann werde das wieder an anderer Stelle fehlen. Dafür aber, so der CDU-Fraktionsvorsitzende, sehe er derzeit keine Chance.

Matthias Lenz plädiert dafür, das Thema zunächst in den Fachausschüssen zu beraten. Auch er sagt: „Zunächst muss klar sein, um was für Mängel es sich überhaupt handelt“, so der Vorsitzende der Gruppe FDP/ FWS. Es müsse geklärt werden: Sind die Mängel nur gefühlt vorhanden oder gesetzlich und versicherungsrechtlich relevant? Erst dann könne der Rat kompetent über konkrete Mittel entscheiden.



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