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Kein Geld für Sprit mehr

Feuerwehrautos müssen in der Garage bleiben

Springe (mf). Es brennt bei der Feuerwehr: Knapp zwei Wochen vor Jahresende ist ihr Budget für 2011 bereits völlig erschöpft. Die Löschfahrzeuge dürfen die Gerätehäuser auf Anweisung des Bürgermeisters nur noch für Notfalleinsätze verlassen.

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Lediglich, wenn Gefahr für Menschen, Tiere und Sachwerte besteht oder wichtige Fahrten nicht aufgeschoben werden können, dürfen die Feuerwehrleute ausrücken. Umgekehrt heißt das: An den regulären Dienstabenden müssen die Wagen in den Gerätehäusern bleiben. In einem Fall soll eine bereits geplante Übung abgesagt worden sein.

Auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung bestätigte Stadtbrandmeister Andreas Just, dass es seit Anfang Dezember eine entsprechende Dienstanweisung gibt. Er habe das Stadtkommando in dessen Sitzung am 7. Dezember davon unterrichtet.

Grund sind nach Angaben von Just die hohen Ausgaben im laufenden Jahr. Vor allem die Explosion der Kraftstoffpreise habe sich dramatisch ausgewirkt. Die Verteuerung von Diesel um rund 20 Cent je Liter binnen eines Jahres mache nicht nur Privatfahrern, sondern auch den Blauröcken schwer zu schaffen.

Außerdem, so erinnert Just, hätten einige Großeinsätze, darunter der Bisonhallenbrand, zu erheblichen finanziellen Belastungen geführt. Zum einen seien hohe Verdienstausfallkosten entstanden, zum anderen habe Ersatz für kaputt gegangenes Material beschafft werden müssen. Die Anordnung der Stadt, die Fahrzeuge in den Garagen zu lassen, beeinträchtigte die Einsatzbereitschaft aber nicht, beruhigt Just.

Nach Auskunft der Kämmerei steht der Feuerwehr ein Verwaltungsbudget in Höhe von jährlich 139 000 Euro zur Verfügung. Davon müssen alle laufenden Ausgaben bestritten werden. Größere Investitionen, etwa der Kauf neuer Fahrzeuge oder der Bau von Gerätehäusern, fallen aber nicht darunter.

Beglichen werden muss in diesem Jahr auch eine noch ausstehende Inspektionsrechnung für die große Drehleiter. Nicht zuletzt dieser Umstand war im Rathaus offenbar Grund dafür, jetzt das eingeschränkte „Fahrverbot“ zu verhängen.



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