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Feuerwehr kritisiert veraltete Funktechnik

Eldagsen. Aus Sicht der Eldagser Feuerwehr ist der Einsatz beim Regiobus-Großbrand gut verlaufen – mit einer Ausnahme: Als deutliche Schwachstelle definiert Ortsbrandmeister Hartmut Ellermann die Kommunikation an der Einsatzstelle. „Mit den derzeitigen Geräten ist eine effektive Kommunikation nicht zu leisten. Es gibt deutlich bessere technische Möglichkeiten; hier müsste dringend nachgebessert werden“, fordert er.

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Grundsätzlich seien die äußeren Bedingungen im Hinblick auf Wetter und örtliche Gegebenheiten aus Sicht der Einsatzkräfte günstig gewesen. Trotz des hohen Sachschadens von mehr als zehn Millionen Euro habe man immerhin Sachwerte in Höhe von etwa 25 Millionen Euro retten können.

„Viel wichtiger ist aber noch, dass keine Person zu Schaden gekommen ist – weder von den Angestellten oder Anwohnern noch von den 341 Einsatzkräften, die vor Ort waren“, betont Ellermann. Die Debatte um die Zukunft einzelner Ortsfeuerwehren hat sich aus Ellermanns Sicht mit dem Großeinsatz beantwortet: „Wir können auf keine der Feuerwehren verzichten. Es geht um Manpower, und es geht um Material – es gibt Situationen, da zählt einfach alles.“ Ellermann hatte den Einsatz am zweiten Weihnachtsfeiertag geleitet.

Dass tatsächlich Feuerwehren zusammengelegt werden, das weist Bürgermeister Jörg-Roger Hische zurück: „Aber man muss über gemeinsame Nutzungspotenziale reden dürfen. Wenn dann dabei am Ende nichts Brauchbares herauskommt, bekommt Alferde sein Gerätehaus“, stellt er jetzt bei der Jahresversammlung der Eldagser Feuerwehr klar.

Eldagsens Ortsbürgermeister Ralf Burmeister geht noch einen Schritt weiter. Zwar könne er sich gut vorstellen, dass Synergieeffekte zwischen den Ortswehren, und hier besonders zwischen den kleineren, genutzt werden könnten.

Er appelliert aber deutlich an alle Einwohner, sich ernsthaft Gedanken über eine Mitgliedschaft in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr zu machen. „Mindestens jeder Hausbesitzer sollte mit sich ins Gericht gehen, ob nicht wenigstens eine fördernde Mitgliedschaft in der Feuerwehr angebracht sei. Optimalerweise natürlich auch eine aktive“ – denn für einen Ort wie Eldagsen seien 48 aktive Mitglieder bei insgesamt 3280 Einwohnern doch ein recht magerer Schnitt, bemängelt Burmeister. Hempelmann

Feuerwehrleute im Einsatz bei Regiobus: Eldagsens Ortsbrandmeister Hartmut Ellermann kritisiert die mangelnde technische Ausrüstung, die eine Kommunikation untereinander schwierig gemacht habe.

CAP



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