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Feuerwehr Eldagsen: Stillstand, der ratlos macht

„Wir sind alle erwachsen, wir sind Fachleute und wir wollen ernst genommen werden“, sagt Eldagsens Ortsbrandmeister Andreas Meyer. Auf den Tisch zu hauen ist seine Art nicht. Doch die Debatten um das neue Gerätehaus, sie belasten die Kameraden.

Die mitgliederstarke Eldagser Wehr zeigt Unverständnis über die Feuerwehrplanungen. Foto: Archiv
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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

Denn der neue Stand ist irgendwie auch der alte: „Das was ich heute berichte, ist eigentlich der Stand der letzten Jahresversammlung“, so Meyer.

Nachdem klar war, dass ein neues Haus her muss, habe er selbst Vorschriften und Normen gegoogelt und sei dabei ähnlich verfahren wie ein Landwirt, der die Stallgröße für eine gesetzte Anzahl Hühner berechnet. „Das ist kleines Einmaleins, da geht es nicht um goldene Wasserhähne“, sagt Meyer.

Nachdem er auf die Kosten von 2,7 Millionen gekommen sei, habe eine eigens eingesetzte Kommission aus Feuerwehr, Verwaltung und Politik nach zähem Ringen die gleiche Aufgabe binnen eines Jahres ein zweites mal gelöst, mit exakt gleichem Ergebnis. „Das war im August. Jetzt soll es mit den gleichen Beteiligten weitergehen, nur dass die Kommission jetzt Sparkommission heißt“, empört sich Meyer. Dabei habe die Wehr Kostendruck und Sparzwänge der Stadt stets berücksichtigt: „Wir sind teilweise sogar unter den Mindeststandards geblieben“, sagte Meyer. „Bei allem Verständnis weiß ich nicht, wie man den Mindeststandard noch unterschreiten kann.“ Es gehe nicht um Wünsche, sondern darum, die Aufgabe der Feuerwehr zu erfüllen“, betonte er seine Sicht der Dinge. Es sei nervenaufreibend, sich immer wieder erklären zu müssen. Ein Beispiel: Geräte zur Messung radiaktiver Strahlung seien wieder aus dem Haushalt herausgenommen worden – mit der Begründung, solches Gerät gebe es bereits in Neustadt am Rübenberge. Angesichts des täglichen Schwerlastverkehrs, der mitten durch Eldagsen rollt, nimmt die Feuerwehr eine andere Perspektive ein. Ein Einsatz 2017, bei dem ein brennender LKW auf dem Rewe-Parpklatz zu löschen war, verdeutlichte dies.

Darüber hinaus war das Jahr geprägt vom Hochwasser am 25. und 26. Juli mit allein 40 bis 50 Einsätzen. Stattliche 104 Einsätze insgesamt gingen in die Statistik ein. Nachwuchssorgen dagegen plagen die Feuerwehr nicht. „Wir wachsen und wachsen“, hieß es unter anderem zur Kinder- und Jugendfeuerwehr. Für einen neuen Mannschaftstransportwagen sei inzwischen das Geld beisammen. Im Frühjahr soll er angeschafft werden. Meyer bedankte sich bei allen Spendern, Gönnern und auch der Verwaltung. Trotz aller Sorgen empfinde er die Zusammenarbeit mit der Stadt als konstruktiv.



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