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Feuer zerstört Wohnhaus

Lüdersen. Ein Feuer hat am Montagmorgen ein Wohnhaus in Lüdersen völlig zerstört. Die Bewohner – eine Familie und ein 35-jähriger Mieter – konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Knapp einhundert Feuerwehrleute waren bis zum Mittag im Einsatz, um die durch heftige Windböen immer wieder angefachten Flammen zu ersticken.

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Gegen viertel nach sechs war von der Hauseigentümerin ein Feuerschein im Bereich der Terrasse bemerkt worden. Die 45-Jährige verständigte die Feuerwehr. Sie selbst, ihre zwei Kinder sowie ein 35-jähriger Mieter, der in dem Haus eine kleine Einliegerwohnung bewohnt, retteten sich unverletzt ins Freie.

Um 6.34 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Lüdersen und Bennigsen alarmiert – zunächst mit dem Stichwort „Wohnungsbrand“. Als die ersten Einsatzkräfte an der Straße Am Wehrturm eintrafen, stand das Einfamilienhaus im eng bebauten Ortskern bereits lichterloh in Flammen. Sofort wurden weitere Wehren, unter anderem aus Pattensen und Ronnenberg, zur Verstärkung angefordert. „Auch um das benachbarte Fachwerkhaus und die Kirche vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen“, wie Feuerwehrsprecher Torsten Baxmann erklärte. Mit Hilfe der Drehleiter aus Springe bemühten sich die Brandschützer, das Dach des brennenden Hauses zu öffnen, um an den Flammenherd heranzukommen „Erschwert wurde dies durch eine montierte Fotovoltaik-Anlage“, so Baxmann.

Das Löschwasser musste zudem über mehrere hundert Meter lange Strecken in Schlauchleitungen durch die schmalen und verwinkelten Gassen herantransportiert werden. Dafür wurde die Ortsdurchfahrt bis etwa 8.30 Uhr gesperrt.

Brennende Dämmstoffe und stürmische Böen erschwerten den Einsatzkräften die Löscharbeiten. Hinzu kam, dass das Gebäude zum großen Teil aus Holz und Lehm gebaut ist. Unterstützung bekamen die Feuerwehrleute vom Technischen Hilfswerk, das den Fußboden mit einer Motorsäge öffnete, um an weitere Brandnester zu gelangen. Später wurde von einer Ronnenberger Firma ein Gerüst aufgestellt, von dem aus das Dach weiter abgedeckt werden konnte. Gegen 12.40 Uhr hieß es dann: Feuer aus!

Die Brandursache ist noch nicht abschließend geklärt. Ersten Ermittlungen zufolge könnte es sich um aber fahrlässige Brandstiftung als Folge nicht ordnungsgemäß entsorgter Kaminasche gehandelt haben, sagte eine Polizeisprecherin am Abend. Bewohner und Nachbarn des Hauses wurden während des Einsatzes in der angrenzenden Bergdorfhalle mit warmen Getränken und Essen versorgt.

Die Höhe des Schadens beziffert die Polizei auf mindestens 250 000 Euro. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

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