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Fernwärme: Stadtwerke Springe erhalten Förderbescheid

SPRINGE. „Nach dem Bescheid ist vor der Arbeit“: So groß die Freude gestern war bei Bürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratschef Christian Springfeld. So klar ist auch, was die Nachricht aus Berlin bedeutet: jede Menge Arbeit.

Baustelle Innenstadt: Zwei Jahre lang soll die Verlegung des Fernwärmenetzes dauern – dann werden auch zahlreiche Fahrbahnen wie hier die Schulstraße aufgerissen. Foto: ARCHIV
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Das Bundesumweltministerium hat am Freitag mitgeteilt, das Großprojekt Fernwärmenetz zu fördern – mit bis zu 8,3 Millionen Euro.

Insgesamt sollen etwa 13 Millionen Euro investiert werden. Für Stadt und Stadtwerke ist das Vorhaben ein echter Meilenstein: Es soll nicht nur dabei helfen, das Klima zu schonen und die Energieversorgung zu verbessern. Sondern auch dafür sorgen, dass Springe für Kommunen dieser Größe zum bundesweiten Vorbild wird.

Für Stadt und Stadtwerke beginnt nun das große Planen: Der Baubeginn ist für Anfang 2018 vorgesehen, etwa zwei Jahre lang sollen dann die Arbeiten dauern. Während sich die Stadtwerke auf die Errichtung eines neuen Holz-Kraftwerks nahe des Bisonsportplatzes im Gewerbegebiet sowie auf das Verlegen der 4,6 Kilometer langen Leitungen in der Kernstadt konzentrieren, will die Stadt parallel Straßen und Kanäle sanieren.

Gerade mit Blick auf die knappe Personalsituation sei das ein Mammutvorhaben: Gleichzeitig müsse man aber die Gelegenheit nutzen, wenn die Straßen ohnehin aufgerissen werden müssen: „Was ohnehin alt und kaputt ist, wollen wir nicht zweimal anfassen.“ Die Stadt hat deshalb zahlreiche Vorhaben wie die Sanierung der Rosenstraße vorgezogen und plant, parallel zum Entstehen des Netzes mehrere Millionen Euro zu verbauen.

Angeschlossen werden an das fertige Wärmesystem sollen nicht nur Privathaushalte, sondern auch viele öffentliche Gebäude wie das Rathaus oder das Hallenbad. Parallel zu den Wärmeleitungen soll ein Glasfasernetz verlegt werden: Es soll nicht nur den Verbrauch erfassen können, sondern womöglich auch als Hochgeschwindigkeits-Datennetz an Internetanbieter vermietet werden.

Stadtwerke-Geschäftsführer Marcus Diekmann freute sich gestern über die Förderung des Umweltministeriums: Die positive Entscheidung zeige, dass das Konzept „ein echtes Vorzeigeprojekt“ mit „Modellcharakter“ sei. Springfeld hofft auf einen Wärme-Boom: Es gebe Kapazitäten für etwa 2400 Haushalte. Springe werde zum „Vorreiter für Städte dieser Größenordnung“.

Information

Wie kann man als Privatmann von dem neuen Wärmenetz in der Kernstadt profitieren? Welche Voraussetzungen, welche Fristen gibt es? Und was bedeuten die zweijährigen Arbeiten für den Verkehr? Diese und weitere Fragen wollen Stadt und Stadtwerke bei einer Informationsveranstaltung beantworten.

Diese soll stattfinden am Dienstag, 15. August, ab 18 Uhr im Schulzentrum Süd (Auf dem Bruche). Hier soll den Springer Bürgerinnen und Bürgern das Gesamtprojekt vorgestellt werden. Des Weiteren werden Informationen über die Anschlussmöglichkeiten, Wechselprozesse sowie Wärmepreise vorgestellt“, kündigt Stadtwerke-Chef Marcus Diekmann an.



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