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Fernwärme: Stadtwerke buhlen um Kunden

SPRINGE. Bagger rollen in der Fünfhausenstraße und erste Häuser sind ans Fernwärmenetz angeschlossen. Laut Stadtwerken wurden bereits mit 100 potenziellen Kunden Gespräche über einen Anschluss geführt – die meisten haben noch keinen Vertrag unterschrieben. Es steht also noch Überzeugungsarbeit vor dem Energieversorger.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

„Mit den 100 genannten Kunden wurden bereits konkrete Gespräche geführt und wir sind zuversichtlich, dass sich ein Großteil für einen Anschluss entscheiden wird“, sagt ein Stadtwerke-Pressesprecher. Gleichzeitig betont er, dass der Bau-Zeitplan, nach jetzigem Stand, problemlos eingehalten werde.

Bis zum 30. Juni läuft noch die höchste Stufe des Fernwärme-Ausbauprogramms der Stadtwerke: Wer bis dahin einen Anschluss bestellt, erhält die Fernwärmeübergabestation von den Stadtwerken Springe kostenlos.

Dass bis Ende Juni allerdings so viele Kunden dabei sind, dass die Stadtwerke sich zufrieden zurücklehnen könnten, ist doch eher unwahrscheinlich. Allerdings stellt der Sprecher klar, dass letztlich nicht die Zahl der Kunden entscheidend sei, sondern die Summe der verkauften Fernwärme – sprich: Wer viel heizt, bezahlt am Ende auch viel. „Da sich die Stadt sowie weitere größere Kunden anschließen wollen, rechnen wir damit, die benötigte Absatzmenge zu erreichen“, sagt der Pressesprecher.

Die maximale Anschlussleistung für das geplante Leitungsnetz mit dem geplanten Heizwerk liegt laut Stadtwerken bei etwa 20 Megawatt. Zum Vergleich: So viel Leistung braucht der französische Rekord-Hochgeschwindigkeitszug V150, um auf eine Maximalgeschwindigkeit von 574,79 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Eine V150-Trasse ist in Springe aber nicht geplant.

„Ziel ist es, bis Ende 2020 eine Anschlussleistung am Fernwärmenetz von etwa 8 bis 10 Megawatt zu erreichen. Die Anschlussleistung setz sich aus Gewerbekunden, öffentlichen Gebäuden und Privatkunden zusammen.“ Laut Stadtwerken gibt es entlang der Trasse 2400 Wohneinheiten, die ans Netz angeschlossen werden könnten.

Wie viele es am Ende sind, spielt aber keine Rolle. Hauptsache sie kaufen genug Fernwärme.



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