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Im Hallenbad steht das Telefon nicht still / Förderbank will Zuschuss trotz überschrittener Frist zahlen

„Ferien-Schließung wäre ein herber Verlust“

Springe (mari). Die N-Bank stellt ihren 400 000-Euro-Zuschuss für die Sanierung des Springer Hallenbades nicht infrage. „Wir werden die Antragsverlängerung mit dem niedersächsischen Sozialministerium abstimmen“, teilte Pressesprecher Jörg Wieters gestern mit.

Die Arbeiten im Hallenbad laufen trotz unvorhersehbarer Probleme

Die Klimaanlage des Bades sollte während der derzeitigen Schließung erneuert und energetisch saniert werden. Am Dienstagnachmittag gab die Stadtverwaltung allerdings bekannt: Es gibt Lieferschwierigkeiten, die benötigten Teile sind erst im Sommer vorhanden – nach Ablauf des ursprünglichen Förderzeitraums der N-Bank. Und ohne neue Klimaanlage wäre laut Baudezernent Hermann Aden die gesamte Zukunft des Bades fraglich.

Die Einrichtung öffnet bereits am nächsten Montag wieder, muss aber im Sommer für die Reparatur noch einmal zwei bis drei Wochen dichtgemacht werden. „Eine Schließung in den Ferien wäre ein herber Verlust“, sagt Bad-Betriebsleiterin Uta Kruse. Besonders für Familien, die nicht in den Urlaub fahren. Für den 2. Juli hat das Schwimmmeisterteam auch eine große Poolparty mit dem Wasserfarben-Hersteller „Tinti“ als Sponsor geplant. Also eine Schließung gleich nach den Ferien? Kruse wägt ab: Dann müssten die Vereine und Schulen unbedingt trainieren.

Laut Kruse kann immerhin die dreiwöchige Grundreinigung des Bades im Dezember entfallen. Der nächste Großputz könne dann ein bis maximal eineinhalb Jahre warten.

Im vergangenen Monat sind im Bad die Umwälzpumpen gewartet, die Fugen in den Umkleiden sowie in den Gängen erneuert, die Kaltduschen ausgetauscht, der Teppich im Planschbeckenbereich ausgewechselt und acht Tonnen Filtermaterial aufgefüllt worden. „Wir haben gigantisch viel geschafft“, klopft Kruse ihren Kollegen auf die Schulter. Doch gestern standen erst mal im Bad die Telefone nicht mehr still. Vereinsvertreter und Einzelschwimmer wollten wissen, ob die Wiedereröffnung am Montag tatsächlich klappt und wann genau die Schließung im Sommer geplant ist. Dass Kruse eine Antwort auf die letzte Frage schuldig bleibt, tut ihr leid: „Ich bin im Moment selbst überfragt.“

Die Nachricht über die frühzeitige Hallenbadöffnung überraschte gestern die betroffenen Vereine – sie erfuhren erst aus der Zeitung von den Änderungen. Während die DLRG-Schwimmer am Montag um 18.30 Uhr wieder einsteigen, beginnt die Rheuma-Liga Springe/Bad Münder erst am Mittwoch, 5. Mai, zu den gewohnten Zeiten wieder mit ihrem Programm. „Eher können wir nicht anfangen, weil die Therapeuten noch anderweitig gebunden sind“, erklärt die Vorsitzende Annedore Rotermund. Die erneute Schließung im Juli oder August sei „ein Problem“ – denn die Liga müsse sich erneut um Programmverlängerungen bei den Krankenkassen bemühen. Torsten Klein, Chef des SSV Springe, ist „einerseits froh, dass wir ab Montag wieder trainieren können“. Der Nachwuchs sei in den vergangenen Wochen in das Lehrbecken des WSV Bennigsen ausgewichen, „der Rest hat Trockenübungen gemacht“. Die Zwangspause im Sommer könne man eventuell im Freibad ausgleichen – „es wäre aber ärgerlich, wenn die Arbeiten direkt nach den Sommerferien beginnen. Da hatten wir dann gerade erst sechs Wochen trainingsfrei“.



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