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Feiern, bis es hell wird

Eldagsen. Weil der angestammte Veranstaltungsort in Hannover nicht zur Verfügung stand, wichen die Veranstalter des Fuchsbau Festivals kurzerhand nach Wederade aus (wir berichteten). Viele Fans pilgerten mit: So campten und feierten am Wochenende täglich bis zu 1000 Besucher auf dem Rittergut.

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Die Idee, die Veranstaltung nach Wederade zu verlegen, hatte Mitorganisator Patrick Ramm: Der 23-jährige Völksener kennt den Sohn des Gutsverwalters und stellte den Kontakt her. Doch es gab noch einige Hürden zu nehmen. „Wir mussten für unser Publikum einen Shuttle-Service organisieren“, so Ramm. Schließlich kommt das Gros der Fans nicht aus der Nähe. Als Partner fand sich RegioBus, die die Partywütigen vom Bahnhof Völksen nach Wederade transportierten. Bis das Organisationsteam einen Getränkepartner, Imbissstände, Bauzaun und Verkehrsschilder und vor allem rund 100 DJs und Bands zusammenhatte, vergingen weitere Arbeitsstunden. „Allein in den letzten zwei Wochen haben wir uns täglich 18 Stunden mit der Vorbereitung beschäftigt“, berichtet Ramm, der schon beim ersten Festival im vergangenen Jahr mitwirkte. Unter dem Motto „Kunst. Kultur. Klub.“ wurde die Werbetrommel gerührt, „Im Internet waren die Campingplätze schnell vergriffen. Unter den Buchungen waren Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus der Schweiz, Dänemark und Holland“, freut sich Ramm. Seine Erklärung für das breite Interesse: „Wir haben Künstler aus ganz Deutschland. Wenn die unter ihren Freunden trommeln, zieht das schnell Kreise.“

So standen am ersten Abend die Elektropopkünstler „Marbert Rocel“ aus Leipzig und „Falscher Hase“ aus Frankfurt auf der Bühne. Auch eine Diskussionsrunde zum Thema „Welchen Raum braucht die freie Szene?“ – unterstützt von der Heinrich-Böll-Stiftung – gehörte zum Programm am Premierentag. Das Licht knipste Sonnabendmorgen vor rund 1000 Gästen der Hamburger DJ Flaschengeist aus. Die Stuttgarter Poetry-Rapper „Unter anderen Jonas“ eröffneten dann den Sonnabend. Höhepunkte folgten mit DJ „Move D“ und den englischen Schnellstartern „Kafka Tamura“ am Abend. Mit Techhouse ließ Gerrit Engels aus Berlin am Sonntag das Festival ausklingen.

Ob das Fuchsbau-Festival auch 2014 nach Wederade kommt, ist noch offen. „Grundsätzlich gern“, so Ramm, „erst mal müssen wir aber sehen, ob wir in diesem Jahr ohne Minus durchkommen.“

Nennenswerte Zwischenfälle habe es beim Festival nicht gegeben, so die Bilanz der Springer Polizei. Alles sei sehr friedlich über die Bühne gegangen. Vereinzelte Beschwerden wegen Lärms hätten sich nicht bestätigt. „Die Veranstalter hatten auch die Auflage, für regelmäßige Messungen des Geräuschpegels zu sorgen“, sagt Einsatzdienstleiter Lutz Fricke. Arbeitslos war die Polizei trotzdem nicht. Laut Fricke wurden gegen einige Konzertbesucher Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie hätten sich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss hinters Steuer gesetzt. Beschlagnahmt worden seien auch einige Betäubungsmittel.



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