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Rat: Klotz und Bennecke einigen sich – und verprellen die Linken / Bündnis holt Grundmandate

FDP und Freie machen gemeinsame Sache

Springe (ric). FDP und Freie Wähler haben sich geeinigt: Sie machen in der neuen Rats-

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periode gemeinsame Sache und bilden eine Gruppe – eine Zusammenarbeit mit der Linken ist vom Tisch.

Vor der Wahl hatte die FDP eigentlich ein anderes Ziel definiert: mindestens zwei Mandate im Rat zu erreichen und als eigene Fraktion an den Start zu gehen. Jetzt, wo nur Harald Klotz einen Sitz bekommen hat, dreht sich der Wind. Der 40-jährige Unternehmensberater aus Völksen sieht im Programm der Liberalen und dem der Freien Wähler Schnittmengen: „Wir sind thematisch nicht weit auseinander.“

So würde sich auch Henning Bennecke (35, Alvesrode) beispielsweise für eine Stärkung der Ortsteile aussprechen. In einem Gespräch hätten die beiden gemerkt, dass vieles zusammenpasse, erklärt Klotz.

Die Linke bleibt im kleinen Bündnis außen vor. Deren einziger Ratsabgeordneter Axel Seng will nun als „Einzelkämpfer“ die Interessen der Bürger im Namen seiner Partei vorbringen. Und er wirkt ein bisschen verärgert: „Beide sind so konservativ, dass sie sich nicht vorstellen können, mit uns zusammenzugehen.“ Die Freien Wähler würden offenbar keine Gemeinsamkeiten mit den Linken erkennen, bedauert Seng. „Dabei gäbe es viele Berührungspunkte – auch mit der FDP.“

In der Konsequenz bedeutet das nun: Das Zwei-Mann-Bündnis kann in den Fachausschüssen Grundmandate ohne Stimmrecht erlangen. Auch in den wichtigen Verwaltungsausschuss, der unmittelbar vor dem Rat tagt und richtungsweisende Entscheidungen vorbereitet oder selbst fällt, dürfte ein Vertreter entsandt werden – allerdings ebenfalls ohne Stimmrecht, wenn dort wieder acht Plätze zu vergeben sind. Als echte Fraktion gilt das Bündnis kommunalrechtlich übrigens nicht. Ein Büro beziehen die beiden darum auch nicht. Die FDP will nach Verlust ihrer Parteizentrale am Markt nun regelmäßig ohne festen Treffpunkt zusammenkommen. „Und dann können wir endlich wieder in Sachthemen einsteigen“, meint Ratsherr Klotz.



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