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FDP Springe: Wir sind wieder da

Springe. Die Springer FDP will im Herbst 2016 nicht um jeden Preis mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten antreten. Obwohl: „Eigentlich müssen wir jemanden aufstellen, um diejenigen, die derzeit im Gespräch sind, verhindern zu können“, schießt der neue Parteichef Harald Klotz scharf gegen die politischen Gegner.

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Die Erfahrung zeige, „dass diejenigen, die ihren Hut zuerst in den Ring werfen, am Ende nicht mehr im Rennen sind“, so Klotz. „Ich hoffe, dass sich das auch hier bewahrheitet.“

Für den amtierenden Verwaltungschef Jörg-Roger Hische findet der neue Mann an der Spitze der Liberalen milde Worte. Er sei sicher, dass Hische in den kommenden eineinhalb Jahren „noch etliches bewegen“ werde, so Klotz.

Die Freien Demokraten sehen sich nach den guten Ergebnissen bei der Hamburg-Wahl wieder im Aufwind. Sowohl der scheidende Stadtverbandschef Klaus Nagel als auch sein Nachfolger Klotz erinnerten an die lange Durststrecke und die Häme, die die Parteimitglieder auf Landes- und Bundesebene ertragen mussten. Die Liberalen seien nicht immer fair behandelt worden. Um so schöner sei es, jetzt zu sehen: „Wir sind wieder da.“ Es mache wieder Spaß, ein Freier Demokrat zu sein.

Dem Kommunalwahlkampf im kommenden Jahr blicken Klotz und Nagel freudig entgegen. „Wir können etliche Elfmeter spielen“, sind beide überzeugt. Die FDP Springe stehe für klare Positionen. Nagel: „Das ist nicht bei jedem unserer politischen Gegner so.“ Klotz ist vor allem die AfD ein Dorn im Auge. Der 44-Jährige sagte bei der Jahresversammlung des Stadtverbandes wörtlich: „Wenn ich mir angucke, welche neuen Parteien hier jetzt rumlaufen, wird mir schlecht.“ Die „Alternative für Deutschland“ werde ihren dunkelbraunen Mantel nicht mehr los, auch wenn „da ein paar fähige Leute drin sind“.

So sehr die FDP auch auf überregionaler Ebene habe Federn lassen müssen, in Springe habe es zuletzt weder einen Austritt noch einen Wechsel zu einer anderen Partei gegeben, erklärte Nagel in seiner Jahresbilanz. Unterm Strich stehen 33 Mitglieder und ein Plus: Ein Student ist neu eingetreten.

Mit der finanziellen Lage der Partei gehe es ebenfalls aufwärts, sagte Schatzmeister Edwin A. Biedermann. Als er und seine Kollegen vor drei Jahren die Geschäfte übernahmen, habe die Kasse ein vierstelliges Minus aufgewiesen. Mittlerweile gebe es ein Polster in Höhe von rund 700 Euro. Da 2015 kein kostspieliger Wahlkampf anstehe, werde das Ergebnis im kommenden Jahr noch besser sein.mari



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