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Bürgermeister will lieber unabhängig bleiben / Kimmel stellt Parteikarriere in Aussicht

FDP scheitert mit Versuch, Hische anzuwerben

Springe (mf). Nach Informationen der Neuen Deister-Zeitung hat Bürgermeister Jörg-Roger Hische das Angebot der Springer FDP ausgeschlagen, dort Mitglied zu werden und 2011 unter der Flagge der Liberalen in den Wahlkampf zu ziehen. Nach seinem Austritt aus der CDU ist der Verwaltungschef parteilos.


FDP-Stadtverbandsvorsitzender Peter Kimmel bestätigte auf Anfrage, dass es eine entsprechende Unterredung zwischen ihm und Hische gegeben hat. Das „lockere Gespräch“ habe jedoch einen eher unverbindlichen Charakter gehabt, versichert der Liberalen-Chef.

Allerdings: Nach NDZ-Recherchen hat Kimmel Hische dabei auch eine Parteikarriere in Aussicht gestellt. Der Liberalen-Chef verfügt innerhalb der hannoverschen FDP über ein gut funktionierendes Netzwerk. „Natürlich hätte ich ihn gefördert und ihm dort ein Entrée verschafft“, sagt Kimmel auf Nachfrage.

Doch der erhoffte Coup, mit dem Amtsinhaber einen eigenen und prominenten Bürgermeisterkandidaten aus dem Hut zaubern zu können, hat nicht geklappt. Hische hat abgewinkt, wie er selbst bestätigt. „Ich war fast 30 Jahre in der CDU und werde mich nicht wieder einer Partei anschließen.“

Kimmel hat dafür nach eigenen Worten durchaus Verständnis. „Aber wir halten ihm alle Optionen offen.“ Auch ohne Anschluss an die FDP werde der Stadtverband ihn im September 2011 unterstützen. Diese Entscheidung sei inzwischen gefallen – wenngleich Hisches Rivalen, Friedrich Woltmann (CDU) und Silvia Jünke (SPD), ebenfalls sympathisch und kompetent seien. Außer Kimmel haben zwischenzeitlich auch andere Mitglieder der FDP Hische persönliche Unterstützung im Wahlkampf zugesagt.

Die Grünen sind da noch um einiges zögerlicher. Nach der Weihnachtspause wolle man alle drei Bewerber zu Vorstellungsrunden einladen, um Gemeinsamkeiten auszuloten, kündigt Fraktionschefin Elke Thielmann-Dittert an. Anders als inzwischen die Liberalen, schließt sie nach wie vor nicht aus, dass die Partei vielleicht doch noch einen eigenen Bewerber aufbietet.

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