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Erster Mieterwechsel an der Osttangente

SPRINGE. Fest steht: Knapp acht Jahre nach der Eröffnung des Fachmarktzentrums an der Osttangente gibt es den ersten Mieterwechsel.

Die Vögele-Filiale an der Osttangente schließt – was danach kommt, ist völlig offen. FOTO:BRINKMANN-TH0IES
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Offen ist, wer dort noch vor dem Sommer für den ins Trudeln geratenen Schweizer Modemarkt Vögele einziehen soll. Eine Möglichkeit: das Comeback von Woolworth in Springe.

Zumindest ist die Einzelhandelskette eins von drei Unternehmen, mit denen die Charles Vögele Deutschland nach der Übernahme des Mutterkonzerns und dem erklärten Rückzug aus dem Filialnetz Vereinbarungen geschlossen hatte: Zwischen April und Juni sollen neben Woolworth auch Tedi und Kik den Großteil der deutschen Vögele-Märkte kaufen und unter eigener Marke weiterführen. Auf Anfrage der NDZ erklärte eine Vögele-Sprecherin, der Übernahmeprozess laufe noch. Von wem und wann der Markt in Springe übernommen werde, könne sie noch nicht sagen. Man rechne aber eher mit dem Ende des zweiten Quartals.

Möglich ist auch eine Übernahme durch die italienische Kette Upim, die zum neuen Investor gehört – das soll allein 100 der übernommenen Vögele-Standorte betreffen.

Teil der Vereinbarung mit den Händlern sei auch die Möglichkeit für die betroffenen Mitarbeiter, unter den neuen Betreibern weiterbeschäftigt zu werden.

Problematisch bei der Ansiedlung einer der drei Märkte könnten der Bebauungsplan sowie die Situation in der Innenstadt und in der Umgebung sein. Im Bebauungsplan ist recht strikt festgelegt, welche Branchen sich im Fachmarktzentrum auf welcher Größe ansiedeln dürfen. Für die Fläche von Vögele ist demnach ein Textilfachmarkt auf 1000 Quadratmetern vorgesehen. Ein Kriterium, das am ehesten Kik erfüllen würde – dessen Filiale sich aber zumindest momentan noch an der Fünfhausenstraße befindet. Nach dem geplanten Abriss dort wäre Kik bislang mit einer Fläche im neuen Komplex vorgesehen.

Woolworth und Tedi passen da schon weniger in die vorgesehenen Pläne – zumal Investor und Politik sich vor dem Bau des Zentrums sogar explizit gegen einen Tedi-Sonderpostenmarkt ausgesprochen hatten. Das Sortiment von Woolworth unterscheidet sich zwar ein wenig von dem bei Tedi oder Kik – findet sich aber bislang auch nicht in den Vorgaben wieder. Man befinde sich momentan in den Übernahmegesprächen, hieß es bei Woolworth –bezüglich der Filiale in Springe gebe es daher keine Informationen, hieß es gestern bei Woolworth. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit aber grundsätzliches Interesse an einer Ansiedlung in Springe signalisiert. Eine Filiale befand sich lange Jahre an der Fünfhausenstraße – dort, wo jetzt wiederum Kik angesiedelt ist.

Beim Vermieter des Fachmarktzentrums, der Münchener Firma Meag Munich Ergo, verwies man gestern auf den „noch einige Zeit bestehenden Mietvertrag“ mit Vögele, zu dessen Absichten und Plänen man sich nicht äußern könne.

Information

Die nächsten Woolworth-Filialen befinden sich zur Zeit in Hameln und Laatzen.

Tedi-Niederlassungen sind derzeit in Pattensen, Hannover, Hameln und Laatzen.

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