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Erneut Streit um Hallennutzung in den Schulferien

TTC-Vorstandsmitglied Klaus Smollich ist sauer. „Die Stadt Springe hat uns erstmalig eine Feriennutzung der Sporthalle Nord in der Karwoche untersagt“, beklagt er sich. Die von der Verwaltung angeführte Zeit für Grundreinigungen hält er für vorgeschoben.

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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Dabei habe der Verein geplant – neben dem üblichen Tischtennistraining für alle Vereine aus dem Stadtgebiet – für die Badmintonabteilung, insbesondere für Schüler und Jugendliche, ein fachmännisch betreutes spezielles Aufbautraining anzubieten.

„Die Stadt hat die Feriennutzung wohl unter Bezug auf Ziffer 1.6 der zum 1. April 2016 in Kraft gesetzten Miet-und Benutzungsordnung Sport ausgesprochen“, vermutet Smollich. Andere Gründe seien ihm für eine Sperrung nicht bekannt. Die Ziffer besagt eindeutig, dass die Hallen nicht nur in den ersten beiden Sommerferienwochen und zwischen Weihnachten und Neujahr zu bleiben – sondern auch „in der Woche vor den Osterfeiertagen“. Dieser Punkt sei jedoch im vergangenen Jahr neu in die Benutzungsordnung aufgenommen worden, sagt Smollich: „In dieser Zeit will die Stadt eine Grundreinigung eigentlich durchführen – so die Begründung. Aus Kostengründen werden aber seit Jahren keine Grundreinigungen mehr durchgeführt.“

Es sei doch viel einfacher, sich frühzeitig mit den Vereinen abzusprechen, wenn die Stadt in die Hallen müsse. „Ein begründetes zeitliches Verbot ist ja in Ordnung“, sagt Smollich. „Aber die jetzige Handhabung geht gar nicht.“ Der TTC hoffe zumindest noch für Donnerstag, 20. April, eine Nutzungsgenehmigung zu bekommen.

„Alle Vereine wissen, dass ihnen in der Karwoche die Hallen nicht zur Verfügung stehen“, sagt dagegen Bauamtsleiter Clemens Gebauer. Bisher habe sich über diese Regelung noch nie jemand beklagt. Die Stadtverwaltung benötige gemeinsam mit ihren Bauleuten einfach Zeitkorridore, um kleine Reparaturen in den Turnhallen vornehmen zu können, „auch draußen an der Halle müssen wir immer wieder tätig werden“. Die Stadt wolle schließlich auch nicht, dass die Gebäude verkommen. „Und dafür nutzen wir beispielsweise die Karwoche“, erklärte Gebauer. Das bedeute aber nicht, dass in dieser Zeit auch immer zwangsläufig Arbeiten durchgeführt würden. „Aber wenn der Bedarf da ist, haben wir ein festgelegtes Zeitfenster, in dem wir handeln können“, so der Bauamtsleiter.

Der TTC und die Stadt liegen wegen der Nutzungsordnung und der erhobenen Gebühren seit Jahren im Clinch: Der Verein hatte den ersten Entwurf der Zahlungsregelung per Klage zu Fall gebracht.

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