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Erfrischendes Tafel-Wasser

Völksen. Überall im Dorf plätscherte und sprudelte es – beim Völksener Wasserfest konnten Besucher schon mal den Überblick verlieren.

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Drei Tage lang drehte sich in Völksen alles ums Thema „Wasser“. Besonderes Wasser. Das der alten, heute leider verrohrten Quelle des „Hilligen Born“ am Bohlweg. Die beiden Künstlerinnen Anja Schoeller und Kerstin Polzin (Nürnberg / Berlin) hatten zusammen mit Eckhart Liss vom Hermannshof ein umfangreiches Festprogramm auf die Beine gestellt. Einer der Hauptpunkte darin: die sogenannte „Tafelgesellschaft“. Ursprünglich entlang der Kirchstraße als viele Meter lange Speisetafel geplant, wurde das soziokulturelle Projekt gestern angesichts der unsicheren Witterung kurzerhand auf den Hof der Familie Thiele gegenüber vom Pfarrgarten verlegt.

„Trotzdem war die Resonanz sehr erfreulich. Knapp 40 Völksener Familien und Einzelpersonen haben mitgemacht und als Gastgeber fungiert“, so Eckhart Liss. Die Tische waren reich gedeckt, für Komunikation gesorgt. „Essen und Trinken führt die Menschen eben immer wieder zusammen“, stellte Liss erfreut fest.

Ist denn Völksen denn jetzt ein Kurort?“ fragte eine Teilnehmerin erstaunt, als Hermannshof-Mitarbeiterin Jana Kegler ihr ein grünes Handtuch und die Kur-Tour-Karte überreicht. Nein, ein „Bad Völksen“ wird es trotz der Vielzahl von Brunnen wohl auch künftig nicht geben, doch das Angebot konnte sich sehen lassen.

Die Salzgrotten auf dem Hof der Familie Schulz an der Kirchstraße fanden ebenso reges Interesse wie der Barfuß-Erlebnispark im Garten von Gabi Willamowius im Kiebitzmoor. Nur wenige Meter weiter warten in der „Pfostenkneipe“ leckerer Himbeersirup auf Durstige, natürlich mit Wasser vom „Hilligen Born“. Und wem der trotzdem zu Kopf gestiegen sein sollte, der konnte sich bei Ruth Bergers Gesundheitsyoga an der Mühlenstraße entspannen oder im Garten der Famile Lühmann in der Alten Töpferstraße 22 unter einer Esskastanie Tiefenentspannung auf Stroh und Heu mit Anja Schachner finden.

Die Logopädin Anne Wolter bot am Alvesroder Kirchweg „Stimmen, Töne, Klingen“ an, und in der alten Poststation am Bohlweg 3 drehte sich alles um „Schönheitsdämpfe mit Blüten und Kräutern fürs Gesicht“.

„Wasser ist nicht gleich Wasser, kosten Sie mal!“ forderte der pensionierte Chemielehrer Hubert Klimke vor dem Haus der Familie Mühring an der „Wasserbar Wunderbar“ die Besucher auf. Wer sich das kühle Nass wie ein Sommelier auf der Zunge zergehen ließ, konnte tatsächlich den Unterschied zwischen einem Harzer Talsperrenwasser und dem des „Hilligen Born“ erschmecken.



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