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Die Stadt Springe vergibt nach langem Zögern ab heute die goldene Ehrenamtskarte Niedersachsens

Engagierte Helfer sollen günstiger baden gehen

Springe/Region. Jugendleiter in Völksen, Vereinschefs in Eldagsen, Gemeindemitglieder in Bennigsen – alle freiwilligen Aktiven will die Stadt Springe nach jahrelangem Zögern jetzt doch belohnen. Sie beteiligt sich ab heute gemeinsam mit der ganzen Region Hannover an der goldenen Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen. Sie soll ihren Inhabern zahlreiche Vergünstigungen bringen.

Stadt-Mitarbeiter Thomas Konior zeigt einen Aufkleber, der auf V
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Gut zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass dem damaligen Hauptamtsleiter Gerd-Dieter Walter Zweifel an der lokalen Einführung der Ehrenamtskarte kamen – die Kosten, die durch die Ermäßigungen entstehen, seien entscheidend, sagte er damals.

„Einen Sinneswandel“ habe es inzwischen in Sachen Ehrenamtskarte gegeben, sagt Bürgermeister Jörg-Roger Hische heute. Auf Initiative von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Weil hätten sich nach und nach alle Regionskommunen dem Projekt angeschlossen: „Da haben wir gesagt: Wir ziehen uns nicht raus, aber wir fahren das Ganze auf kleiner Flamme.“ Soll heißen: Ehrenamtliche aus Springe und den Ortsteilen sollen aus der Stadtkasse nur den Hallenbad-Eintritt und die Bibliotheksgebühren subventioniert bekommen.

Dass die Stadt sich jetzt doch an der Ehrenamtskarte beteiligt, ist für Hische aber nicht nur Kommunen-Gruppenzwang: „Dass man den Menschen vergünstigt etwas anbietet, ist für mich gar kein Thema. Wir dürfen in Springe keine Ehrenamtlichen zweiter Klasse haben.“ Nur der zusätzliche Aufwand für die Verwaltung müsse bedacht werden.

Hische sieht die Einführung der goldenen Karte trotzdem grundsätzlich kritisch – vor allem Ministerpräsident Christian Wulff kommt bei ihm in dieser Sache nicht gut weg: „Man hätte uns als Kommunen vorher mal fragen können, was wir dazu meinen“, sagte Hische der NDZ.

Anträge für die Ehrenamtskarte gibt es ab heute auch bei der Stadt, die Verwaltung hat außerdem 270 Springer Vereine und Organisationen angeschrieben und sie über die Einführung informiert. Die Karte selbst soll ab dem Sommer ausgegeben werden. Erhalten kann sie, wer mindestens 18 Jahre alt ist und sich pro Woche mindestens fünf Stunden oder 250 Stunden im Jahr freiwillig und ohne Bezahlung für das Gemeinwohl engagiert.

Voraussetzung ist, dass er oder sie bereits seit mindestens drei Jahren ehrenamtlich tätig ist und dies auch weiterhin sein will.

Jede Stadt hat einen Ansprechpartner in Sachen goldener Karte bekommen. Sie sollen die Interessenten über die Voraussetzungen informieren und bei der Antragstellung beraten. In Springe ist Thomas Konior, 05041/73229, thomas. konior@springe.de zuständig. Den Antrag für die Ehrenamtskarte gibt es auch im Internet unter www.springe.de.



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