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Empörung über Springes Schlagloch-Krise

SPRINGE. Die Ankündigung der Straßenmeisterei, dass auf der Eldagsener Straße auf Höhe der Auf- und Abfahrt zur Bundesstraße 217 wegen der Schlaglöcher Schritttempo gelten soll hat für Empörung gesorgt: Auf Facebook löste sie einen regelrechten Sturm der Entrüstung aus. Auch Organisationen, wie das DRK, schlagen Alarm.

Schlaglöcher, die es in sich haben, erfordern für Fahrer besondere Aufmerksamkeit - besonders im Einsatz. Foto: Ackermann

Autor:

juliet Ackermann UND RALF T. MISCHER

Beim DRK denkt man bereits über Alternativ-Routen nach. Und die Feuerwehr nimmt bei Einsatzfahren auf der Straße das Tempo raus.

Ulrich Tegtmeier, Einsatzzug-Leiter der DRK-Rettungswache, über die Situation: „Für uns stellen die Löcher durchaus ein Problem dar. Wir müssen den Schlaglöchern ausweichen. Problematisch ist, wenn der Gegenverkehr nicht entsprechend reagiert." Bislang nutzen die Rettungsfahrzeuge des DRK den Straßenabschnitt häufig – das könnte sich zwangsläufig aber ändern: „Wenn die Straßenschäden größer werden, müssen wir schauen, welche Routen wir auf Einsätzen wählen", sagt Tegtmeier.

Den Fahrern von Einsatzwagen verlangen die Schäden viel Aufmerksamkeit ab, gerade wenn sie schnell ans Ziel kommen müssen. Es gilt, weder das Fahrzeug, noch die Insassen einer allzugroßen Belastung auszusetzen. Polizei-Einsatzdienstleiter Lutz Fricke kommentiert die Schlaglöcher so: „Das ist ein Zustand, den wir ertragen müssen. Wie andere Verkehrteilsnehmer auch, müssen wir auf die Stelle besonders viel Augenmerk legen".

"Wir haben unsere Fahrten den Straßenbedingungen angepasst und fahren entsprechend langsam", sagt Feuerwehr-Pressesprecher Stefan Quentin. Das gilt dann offenbar auch während möglicher Einsatzfahrten.

Für NDZ-Leser Günter Brunow sind die Ruckelpisten in und um Springe und in den Ortsteilen seit langer Zeit ein Ärgernis – er hat sogar schon bei der zuständigen Straßenmeisterei angerufen, und angeboten, die Schlaglöcher auf der Landesstraße 422 zwischen Eldagsen und Dörpe selbst zu flicken, „aus der Not heraus“, wie er sagt. Die Straßenmeisterei habe aber dankend abgelehnt, die Schlaglöcher seien geblieben.

Im Facebook-Diskurs schlägt ein Nutzer vor, die Stadt möge kurzerhand die Krater in der Eldagsener Straße stopfen, um das Schritt-Tempo zu verhindern: „Auf dem Bauhof stehen doch bestimmt noch ein paar Eimer mit Reparatur-Asphalt“, schreibt er. Doch die Stadt darf auf Landesstraßen nicht tätig werden, zuständig für deren Erhalt ist das Land. Dem fehlt, wie berichtet, das Geld, weshalb die schadhafte Straße auf der Prioritätenliste nicht vorn steht.

Laut Rechtsprechung ist die Verkehrssicherheit ohnehin erst in Gefahr, wenn Schlaglöcher auf verkehrswichtigen Straßen eine Tiefe von mindestens 15 Zentimetern aufweisen.

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