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Elternbefragung: Mehr Ganztagsbetreuung gewünscht

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Autor:

von Sandra Hermes

Zu diesem Ergebnis kommt auch Fachbereichsleiter Clemens Gebauer, der in der jüngsten Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses die Auswertung der Elternbefragung vorgestellt hatte. Demnach haben insgesamt 310 Eltern(paare) an der Umfrage teilgenommen – eine Beteiligungsquote von knapp 40 Prozent. „Das ist ganz ordentlich“, erklärte Gebauer. Die meisten Rückläufer hat die Verwaltung aus der Kernstadt (111) erhalten, danach folgt Völksen mit 53 Teilnehmern.

Um die Fragebögen besser auswerten zu können, wurden die Ortseile in vier Sozialräume eingeteilt, die sich geografisch gut zusammenlegen lassen. Dabei wurden die Kernstadt und Altenhagen I zusammengefasst, Lüdersen, Bennigsen und Gestorf bilden eine Einheit, Alvesrode und Völksen gehören zusammen und Mittelrode wurde Eldagsen zugeordnet.

„Die Auswertung zeigt deutlich, dass sich viele Eltern Sonderöffnungszeiten wünschen. Der Betreuungsbedarf ab 7.30 Uhr ist besonders hoch,“ erklärte Gebauer bei seinen Ausführungen. Das sei aber nicht die einzige Erkenntnis. „Zusätzlichen Betreuungsbedarf gibt es in Bennigsen, Gestorf und Völksen Da ist noch Luft nach oben.“ Auffällig: In Völksen und Alvesrode gebe es eine hohe Nachfrage nach einer Betreuung bis mindestens 15 Uhr, in Eldagsen wünschten sich einige Eltern sogar eine Sonderöffnungszeit, die bis nach 16 Uhr reiche.

Zudem müssten in Völksen dringend mehr Krippenplätze für die Kinder unter drei Jahren angeboten werden. „Zwar gibt es in Altenhagen I ausreichend Krippenplätze, die auch gut angenommen werden, allerdings ist die Fahrtzeit zu lang, um die Kinder dort abzugeben“, machte Gebauer deutlich. Dass es aber so viele Krippenplätze in Altenhagen I gebe, habe auch zur Folge, dass den Eltern in der Kernstadt ausreichend Betreuungsplätze für Kinder bis drei Jahre zur Verfügung stünden.

Generell sei es jetzt Ziel der Verwaltung, den Bedarf dort zu decken, wo er auch tatsächlich anfalle. Eine Möglichkeit sei, auf weitere Tageseltern zurückzugreifen. „Die Tagespflege ist eine sehr gute Alternative zur institutionellen Betreuung. Aktuell haben wir 23 Tagespflegepersonen in Springe. Die Zahl müssen wir aufstocken“, betonte der Fachbereichsleiter.

Das Thema Ferienbetreuung sieht Clemens Gebauer ganz entspannt. „Wir werden die Angebote für die Ferienbetreuung zukünftig deutlich früher anbieten, damit sich die Eltern keine Alternative suchen müssen.“ Allerdings wolle die Stadt dann auch eindringlich prüfen, ob der Bedarf tatsächlich so hoch ausfalle, wie es die Eltern angegeben hätten.

Und wie geht es nun weiter? Die Stadt will die Gespräche mit den entsprechenden Trägern nun intensivieren und nach Lösungen suchen. Zudem soll eine Detailplanung mit der eigens gegründeten Arbeitsgemeinschaft „Kindertagesstätte“ erfolgen. Das ist aber noch nicht alles: Die Stadt will zusätzlich ein bedarfsgerechtes Angebot für den Haushalt 2017 und die Folgejahre abbilden sowie Einzelentscheidungen zeitnah den politischen Gremien als Beschlussvorlage vorlegen.



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