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Schulelternräte fürchten Nachteile für Schüler und überreichen Bürgermeister 1600 Unterschriften

Eltern wollen keine verlässliche Grundschule

Eldagsen/Springe (zer). Die Schulelternräte der Grundschule Hallermund in Eldagsen und der Grundschule am Ebersberg in Springe haben Bürgermeister Jörg-Roger Hische (CDU) gestern 1600 Unterschriften überreicht. Mit der Aktion wollen die Eltern gegen die Umwandlung der Vollen Halbtagsgrundschulen in Verlässliche Grundschulen demonstrieren.

Bürgermeister Hische und die stellvertretende Schulamtsleiterin

Die beiden Schulen gehören zu den sieben Prozent in Niedersachsen, die bislang noch nicht zu Verlässlichen Grundschulen umstrukturiert worden sind. Das will die schwarz-gelbe Landesregierung nun jedoch ändern.

„Heute wollen die CDU und FDP in einer Fraktionssitzung über die geplante Umwandlung diskutieren, bereits am 25. März soll der Landtag darüber entscheiden“, erklärte Carsten Antelmann vom Schulelternrat Eldagsen gestern Nachmittag Bürgermeister Hische. Der Verwaltungschef hatte zehn empörte Elternvertreter empfangen, um sich ihr Anliegen schildern zu lassen. „Bei einer Umwandlung in Verlässliche Grundschulen würden in der Woche 41 Lehrerstunden wegfallen“, erklärte Tina Rode vom Schulelternrat der Grundschule am Ebersberg. Statt bislang sieben Arbeitsgruppen könnte dann nur noch eine angeboten werden. Außerdem würde Vertretungsunterricht nicht mehr von ausgebildeten Lehrern erteilt werden.

„Es würde dann keine Förder- und Forderstunden in kleinen Gruppen von bis zu vier Kindern geben“, sagte Antelmann. Auch Teilungen von Klassen für Teamstunden, den Werkunterricht oder Handarbeiten seien dann nicht mehr möglich. Die Betreuung der Kinder beim Schwimmunterricht sei ebenfalls nicht mehr zu erfüllen.

Ursprünglich sei geplant gewesen, alle Grundschulen im Laufe der Jahre in Volle Halbtagsschulen umzuwandeln. Nun sei dieses Vorhaben dem Sparzwang der Landesregierung zum Opfer gefallen. „Wir sind jedoch der Meinung, dass man an der Bildung unserer Kinder nicht sparen sollte“, betonte Silvia Scholl vom Schulelternrat der Grundschule Hallermund.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische sicherte den Eltern seine Unterstützung zu. Er erklärte jedoch: „Dummerweise wird das aber nicht in Springe, sondern in Hannover von der Landesregierung entschieden.“ Auch finanzielle Zusagen wollte der Verwaltungschef nicht machen: „Das kann nur der Rat entscheiden.“ Er werde der Landtagsabgeordneten Gabriela Kohlenberg (CDU) die Unterschriftenliste jedoch persönlich übergeben.

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