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„Klares Bekenntnis“ zu Schule gefordert

Eltern kritisieren Bürgermeister und Dezernentin

Altenhagen I (zett). Nach der aus ihrer Sicht unergiebigen Schulausschusssitzung in der vergangenen Woche melden sich noch einmal die Eltern der Grundschule Altenhagen I zu Wort. Sprecher Martin Núñez kritisiert dabei Springes Bürgermeister Jörg-Roger Hische und Schuldezernentin Almuth Blanck, die in der Sitzung beide ihre Positionen dargelegt hatten.


Hische hatte sich während des Treffens im Altenhägener Dorfgemeinschaftshaus für eine kurzfristig zurückgezogene Verwaltungsvorlage entschuldigt, die unter Umständen die Schließung der Schule vorsah (NDZ berichtete). Núñez geht das nicht weit genug – er forderte vom Bürgermeister „ein klares Bekenntnis zum Stadtteil und seiner Schule mit konkreten Verbesserungen und Vorschlägen zum Erhalt“ der Einrichtung.

Aber auch mit Blancks Ausführungen geht Núñez hart ins Gericht. Durch ihre Aussage, eine kleine Schule wie die in Altenhagen I könne sich nicht richtig entwickeln, sei deutlich geworden, „dass es ihr schwerfällt, die Vorzüge des kleinen Systems zu definieren“. Für die Eltern lägen diese Vorteile vor allem im Sozialverhalten: „Wir merken das täglich, wenn wir am Frühstückstisch mit unseren Kindern sprechen, sie sich morgens treffen, um sich gemeinsam auf den Schulweg zu machen, wenn sie Konflikte lösen und sich untereinander einer sozialen Selbstkontrolle unterziehen, die Kinder in diesem Alter üblicherweise noch nicht so beherrschen.“

„Kein Platz für Profilneurosen“

All das könne Blanck nicht in Statistiken umsetzen, so Núñez: „Die Tatsache, dass ein Kind gerne zur Schule geht, sich wohlfühlt und durch die kleine Gemeinschaft sozial gefestigt wird, lässt sich nun mal nicht mit Zensuren oder Vergleichsarbeiten erfassen.“ Blanck solle diese nicht messbaren Vorteile nicht vernachlässigen. Sonst trügen ihre Äußerungen sowie die zeitliche Begrenzung des Kooperationsmodells mit der Springer Grundschule am Ebersberg dazu bei, „Verunsicherung auch bei den Eltern zu schüren“. Auch Springes Politik sieht der Elternsprecher in der Pflicht: „Es geht um unsere Kinder. Für parteipolitische Profilneurosen ist kein Platz!“

Heute um 19 Uhr kommen die Eltern zu ihrem nächsten Treffen im Gasthaus Zur Post zusammen.



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