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Hische verteidigt angedachte Schließung der Grundschule Altenhagen I

Eltern empört über Verwaltungspläne

Altenhagen I (zett). Nach Bekanntwerden der Verwaltungspläne für die Grundschule Altenhagen I schlagen bei den betroffenen Eltern die Wellen der Empörung hoch. Im Fokus der Wut steht der Vorschlag, die Einrichtung in zwei Jahren zu schließen, wenn die Schülerzahl in Prognosen nicht über 50 steigt.


Für Elternsprecher Martin Núñez brach eine kleine Welt zusammen, als er von den Plänen hörte: „Wir konnten es alle nicht glauben.“ Bürgermeister Jörg-Roger Hische habe im Vorfeld gesagt, es bestehe kein Interesse an der Schließung der Schule – doch jetzt sei klar, „dass er nicht mit offenen Karten gespielt hat.“ Für Núñez und seine Mitstreiter ist klar: „Mit uns ist eine Schließung nicht zu machen!“ Dabei setzt er auch auf die Unterstützung aus der Politik – nicht zu Unrecht, wenn man den Fraktionen glaubt (siehe links).

Dabei gehe es den Eltern nicht nur um die Schule, betont Núñez noch einmal: „Die Schließung wäre ein Dolchstoß für das ganze Dorf.“

Bürgermeister Jörg-Roger Hische äußerte „Verständnis für die Bedenken, Ängste und Nöte“ der engagierten Eltern. „Aber wir müssen eine realitätsbezogene Politik machen“, gab der Verwaltungschef zu bedenken.

Eine von den Altenhägener Eltern und Ortsratsmitgliedern geforderte Anhebung der Lehrerversorgung um zwölf Stunden sei „nicht ohne weiteres möglich“, habe die Landesschulbehörde mitgeteilt.

Daher sei zunächst der Anschluss der Schule an die Grundschule Am Ebersberg angedacht, „um Verwaltungsstunden der Schulleiterin für den Unterricht freizuschaufeln.“ Sollte aber trotzdem langfristig keine Verbesserung der Schülerzahlen zu verzeichnen sein, müsse man entsprechend reagieren und die Schule schließen – „auch wenn es wehtut. Aber das muss eine Verwaltung aussprechen dürfen“, so Hische.

Schulleiterin will erst

Gespräche führen.

Auch in diesem Punkt ist Núñez nicht gut auf Hische zu sprechen: „Er weiß, dass 50 Schüler nicht zu schaffen sind.“ Doch in Altenhagen sei auch mit weniger Kindern „wertvolle pädagogische Arbeit“ möglich. „Ich will mich noch nicht äußern“, erklärte Schulleiterin Dorette Naumann gestern. Sie will zunächst Gespräche mit der zuständigen Dezernentin, Jugendamtsleiterin Dagmar Wiese-Cordes und Yvonne Pape, Leiterin der Grundschule am Ebersberg, führen.



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