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Einzelhändler streichen den Martinsmarkt

SPRINGE. In der Reihe der verkaufsoffenen Sonntage steht der Martinsmarkt ganz hinten: Anfang November laufen die Geschäfte eigentlich nicht so gut. An diesem Sonntag war es in der Innenstadt trotzdem proppenvoll.

Stolze Zirkuspony-Besitzerin: Die vierjährige Lotte aus Springe gehört zu den zahlreichen Martinsmarktbesuchern. Der verkaufsoffene Sonntag wurde letztmalig von dem Ehrenamtlichen Jochen Dörrie organisiert. Fotos: SCHEFFLer
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

„Damit, dass so viele Besucher kommen, hat keiner gerechnet“, kommentierte Einzelhändler-Chef Wilko Struckmann am Nachmittag, als er vor seiner Apotheke auf dem Marktplatz stand und die tütentragende Masse bestaunte.

Im kommenden Jahr wird es den Martinsmarkt sehr wahrscheinlich trotzdem nicht mehr geben. Die neuen Organisatoren der Themenmärkte für die verkaufsoffenen Sonntage sind bislang nur für den Frühlingsmarkt am 10. März, den Erdbeer- und Spargelmarkt am 2. Juni und den Bauernmarkt am 6. Oktober gebucht. Statt vier soll es nur noch drei Sonder-Öffnungstage geben. „Wir wollen uns etwas Luft für eine neue Überraschung lassen“, erklärt Struckmann. Eine Attraktion könnte zum Beispiel ein Lichterfest sein.

Der Sonntagsmarkt wurde gestern letztmalig von Jochen Dörrie und Dieter Adam ausgerichtet. Vor knapp zehn Jahre hatten sie das Kommando übernommen – ehrenamtlich – und das Konzept für die anfangs zwei kleinen und eher unscheinbaren verkaufsoffenen Sonntage ausgebaut und im Lauf der Jahre immer weiter verfeinert.

Dass sich das Gespann jetzt aus Altersgründen zurückzieht, bedauerten zahlreiche Händler. „Es ist Jochens Verdienst, dass wir alle so gerne herkommen“, stellte zum Beispiel Karussellbetreiber Sandro Arce klar. „Das Konzept in Springe ist etwas Besonderes, die Auswahl der Stände ist hier wirklich durchdacht.“ „Sehr schade, dass die beiden sich zur Ruhe setzen“, meinte auch Korbflechter Heinz Westphal.

Neuer Ausrichter ist das Team „Project Events“ mit Felix Hagemann und Hendrik Tornau aus Eldagsen. „Sie werden den Aufbau und Charakter der Märkte nicht verändern“, betont WIR-Chef Wilko Struckmann. Er ist überzeugt: „Das wird auch weiterhin mit Herzblut gemacht und sich nicht in eine Fressmeile verwandeln.“ Der WIR-Vorstand sei Dörrie und Adam für ihren jahrelangen, unentgeltlichen Einsatz dankbar und akzeptiere, dass sie kürzertreten wollen.



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