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Einwohner: Warum Eldagsen gewinnt und Völksen verliert:

ELDAGSEN/VÖLKSEN. Was ist da los? Die Region Hannover schlüsselt auf, welche Springer Ortsteile den Bevölkerungszahlen nach wachsen und welche schrumpfen. Die Überraschung: Vergleichbare Orte wie Völksen und Eldagsen sind der Statistik nach meilenweit voneinander entfernt. Eine Analyse

Gekommen um zu bleiben: Drei von vier Neu-Eldagsern haben einen ausländischen Pass. Foto: Szabo
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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

Eldagsen hat von 2014 bis 2016 statistisch 82 Einwohner gewonnen, Völksen im gleichen Zeitraum neun verloren. Insgesamt lebten in Eldagsen zum Stichtag 31.12.2016 3227 Einwohner, in Völksen 3365. Dabei gilt Völksen vor allem wegen des S-Bahnanschlusses als attraktiver Ort im Speckgürtel von Hannover.

Ein Anruf beim Völksener Ortsbürgermeister Andreas Wietstock: „Ich erkläre mir das mit den Baugebieten, über die Eldagsen über Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen ist“. Gleichzeitig setzt er darauf, dass solch eine Bewegung nun auch in Völksen ansteht. Die Grundstücke des Neubaugebiets Bosselweg seien rasch verkauft worden. Mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten rechnet er spätestens im Mai. „Es liegen sogar schon Anmeldungen für den Kindergarten ab Herbst vor.“

Mit Blick auf die Geburten und Sterberaten der beiden Ortsteile tun sich kaum Unterschiede auf. Wie im Stadtgebiet insgesamt übersteigt die Zahl der Sterbefälle die der Geburten hier bei weitem. Wachstum ist also vor allem durch Zuzug zu erreichen. „Von den Flüchtlingen, die letztes Jahr zu uns kamen, sind fast alle wieder fortgezogen“, überlegt Wietstock weiter, warum Eldagsen gewachsen, Völksen geschrumpft ist.

Tatsächlich: Sortiert man die Daten des Einwohnermeldeamtes danach, wer von 2014 bis Ende 2016 zugezogen und wer weggezogen ist, so sind in Eldagsen mehr Ausländer hinzugekommen als fortgezogen. (plus 98). In Völksen ist das auch so, allerdings auf viel niedrigerem Niveau (plus 37). Hier spielt allerdings auch die Freizügigkeit innerhalb Europas inzwischen eine große Rolle. So weisen die Statistiker der Region Hannover darauf hin, dass 40 Prozent der Ausländer, die in den vergangenen Monaten nach Springe gezogen sind, aus anderen EU-Staaten kommen.

Bürger mit deutschem Pass zieht es statistisch offenbar eher raus aus dem Springer Stadtgebiet. Mit Ausnahme von Boitzum, Holtensen und Lüdersen verzeichnen alle Ortsteile hier mehr Wegzüge als Zuzüge.

Und noch eine Überraschung offenbaren die Statistiken: Gerade in den kleinen Ortsteilen Alferde, Boitzum, Holtensen, Lüdersen und Mittelrode halten sich Geburten und Todesfälle in etwa die Waage. Wer es besonders ruhig mag, dem sei übrigens Mittelrode empfohlen. Gerade mal ein Umzug innerhalb von drei Jahren ist hier notiert.



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