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Einsatz im Völksener Kirchengarten

VÖLKSEN. Passend zum Start der warmen Temperaturen feierte die Johannesgemeinde in Völksen nun den Tag des diakonischen und sozialen Einsatzes. Freiwillige Helfer aller Altersgruppen packten gemeinsam an, um die Kirche, den Mehrgenerationengarten und den Friedhof im frühlingsfrischen Glanz erstrahlen zu lassen.

Die zahlreichen Helfer pflanzen neue Bäume auf dem Friedhof. Foto: SZABO

Autor:

Patricia Szabo

Gleichzeitig wurden der Gemeinde auf dem Friedhof zwei neue Sitzbänke gespendet.

Die Liste mit den Aufgaben war lang: Die Kirche musste gereinigt, Blumen gepflanzt, die Hecke geschnitten, Müll eingesammelt und Bänke aufgestellt werden. „Wartet bitte, bis ich allen Anweisungen gegeben habe!“, rief Ulrike Geibel den eingetroffenen Helfern vor dem Gemeindehaus zu. Zwei Gruppen waren an diesem Vormittag nötig, um die vielen Aufgaben im Garten und im nahegelegenen Friedhof zu bewältigen. Kinder, Eltern, Menschen aus dem Dorf sowie 16 Konfirmanden meldeten sich, um sich kurzerhand den zugewiesenen Aufgaben zu widmen.

Ob die jüngsten Helfer mit ebenso viel Begeisterung auch ihr Kinderzimmer im Schuss halten wie das Kirchengebäude an diesem Morgen? Mit Besen und Staubtüchern versorgt, reinigten die Kinder eifrig die langen Kirchenbänke, wischten den Staub und reinigten den Boden.

Im Garten stellten die Männer die Sitzbänke nach draußen und gaben den Bolzplatz für die Sommersaison frei. Eine weitere Gruppe von Kindern befreite den Sandkasten vom Herbstlaub. Zur Freude von Pastor Reinhard Surendorff pflanzten die Konfirmanden unter den aufmerksamen Blicken von Ulrike Geibel 90 Rosen und Dornenbüsche im Pfarrgarten. „Dies ist etwas von Dauer und für künftige Generationen“, sagte der Pastor zufrieden über die frischen Blumentriebe, die nun den Weg zur Kirche säumen.

Mit einer schönen Geste überraschte Volker Beßling (SPD) und spendierte dem Friedhof in Völksen zwei Sitzbänke. Beßling, der für seine 25-jährige Ratsarbeit einen Ring der Stadt erhalten sollte, entschied stattdessen, den Gegenwert des Schmuckstücks in Bänke zu investieren. Die einstigen Sitzgelegenheiten aus Holz waren bereits vom Alter zerfressen und nicht mehr verwendbar.

Auch auf dem Friedhof packt jeder mit an. Es wird gesägt, gegraben und gefegt. „Schaut, ob sie gerade steht!“, rufen sich die Männer gegenseitig zu. An diesem Tag wurden auf dem Friedhof gemeinsam mit Pastor Surendorff in einem schweißtreibenden Akt zwei Kaiserlinden und eine Trauerweide gepflanzt. „Unter den Bäumen können Urnen platziert werden“, sagte Frank Unger (CDU) und Günter Gerber fügte hinzu: „Es ist eine Antwort auf den Urnenfriedhof und den Ruheforst“.

Zurück im Mehrgenerationengarten: Auch hier beenden die Helfer nach und nach ihre Arbeit und versammeln sich vor dem Gemeindehaus in der strahlenden Sonne. Die Kinder haben immer noch genug Kraft für ein Schubkarrenrennen und um mit dem Wasserschlauch zu spielen.

Um 12.30 Uhr sitzen alle gemeinsam im Saal des Hauses. Surendorff ergreift das Wort: „Es war ein langer Vormittag, aber es hat sehr viel Spaß gemacht und es wurde viel geschafft.“ Er sei froh, dass so viele Konfirmanden und Freiwillige aus der Gemeinde bei der Aktion mitgemacht haben.

Eine ähnliche Aktion findet wieder im Herbst statt. Dann muss der Garten nämlich winterfest gemacht werden.

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