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Einkaufszentrum: Stadt will Kompromiss

SPRINGE. Am 13. März soll eine Vorentscheidung fallen: Wie soll das neue Einkaufszentrum in der Innenstadt aussehen? Dass gebaut wird, da seien sich eigentlich alle einig, sagt der städtische Fachbereichsleiter Jörg Klostermann: „Es geht nicht darum, ob wir das Projekt wollen, sondern wie es umgesetzt wird.“

Foto: Mischer
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Am Donnerstag hatte sich Klostermann in Springe mit den Investoren Peter Othmer und Dennis Melching sowie mit Vertretern von Hauptmieter Rewe getroffen. „Ein sehr positiver Termin“, urteilte Klostermann am Freitag: Alle Seiten hätten ihre „Ansprüche und Bedenken“ deutlich gemacht.

Nun will Klostermann die Entscheidung über das weitere Vorgehen in die Hände der Politik legen: Die soll am Dienstag, 13. März, zunächst bei einem Ortstermin an der Fünfhausenstraße die Varianten und ihre Auswirkungen erklärt bekommen – und dann eine Art Grundsatzentscheidung über die Art der Bebauung fällen. Othmer und Melching sollen dem Ausschuss dabei ihre Variante mit dem Parkplatz direkt an der Fünfhausenstraße vorstellen. Die Stadt will zeigen, wie sie die Parkplätze im hinteren Bereich und die Gebäude vorne anordnen will. Laut Klostermann solle bis März auch geprüft werden, ob es womöglich noch weitere Möglichkeiten gibt. „Das Ziel ist ein Kompromiss, mit dem alle Seiten leben können“, betont er. Aus seiner Sicht sind die Planungen inmitten der Altstadt ein „Puzzlespiel“, bei dem neben der Gebäude-Anordnung auch die Verkehrsführung oder die Gestaltung der Umgebung berücksichtigt werden sollen.

Klostermann hatte bislang betont, der Rewe-Markt in der Stadt könne nicht mit dem deutlich größeren E-Center an der Osttangente konkurrieren. Trotzdem sei die Neuansiedlung sinnvoll: „Ich weiß, dass viele damit Hoffnung verbinden auf eine Belebung der Innenstadt.“ Wichtig sei auch, dass Menschen, die sich kein Auto leisten könnten oder wollten, fußläufig einkaufen könnten. Eine mögliche Zielgruppe seien auch Berufstätige, die in der Stadt arbeiten. Gerade Ältere zögen auch wieder vermehrt in zentrale Wohnungen.

Auch bei Rewe geht man offenbar davon aus, dass das Projekt klappt: Man habe bereits einen Mietvertrag für einen 1500 Quadratmeter großen Markt unterzeichnet, sagt eine Sprecherin: Man hoffe, im vierten Quartal des Jahres 2019 eröffnen zu können.

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