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Der Kampf gegen den Bärenklau hat gerade erst begonnen – und scheint schon verloren

Eine Staude macht ratlos

Springe. So richtig weiß niemand, wie die Herkulesstaude bekämpft werden kann. Bei der jährlichen Tour durch den Stadtwald machte Förster Bernd Gallas auf das Dilemma mit der importierten Pflanze aufmerksam – ein Problem, das im Stadtgebiet inzwischen überhand nimmt.

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Autor:

Markus Richter

Bis zu dreieinhalb Meter wird der Riesen-Bärenklau hoch. Er verdrängt alle anderen Gewächse und ist für den Menschen gefährlich: Insbesondere im Zusammenwirken mit Sonneneinstrahlung verursacht der Saft bei Berührung schwere Hautverbrennungen. „Wir können nur dagegen angehen, wenn alle an einem Strang ziehen“, appellierte Gallas vor allem an die Realverbände, das ungeliebte Grünzeug einen Kopf kürzer zu machen. Die Stadt alleine schafft das offenbar nicht, wie Claudia Leyers aus dem Umweltamt deutlich machte. „Es blüht überall großflächig.“ Heinrich Freimann (CDU) sagte, nur die maschinelle Bearbeitung könnte den Bärenklau eindämmen. Die Pflanze hat dennoch enormes Durchsetzungspotenzial: Sie produziert tausende Samen, die meist mit den Autoreifen zu neuen Ausbreitungsgebieten getragen werden.

Nachwuchs im Wald: Rund 1000 Setzlinge wachsen aktuell im Stadtforst, die mit grünen Plastikröhren vor Wildverbiss und anderen Einflüssen geschützt werden. Aus Gallas Sicht eine geeignete Methode, den Baumbestand aufzufrischen. Kirschen und Ahorn reifen heran, hochwertiges, heimisches Holz. Ihre Miniatur-Gewächshäuser haben sich offenbar bewährt. Seit der Bereisung im vergangenen Jahr sind die Hüllen nicht beschädigt worden. Sie wurden einst für etwa 3 Euro pro Stück angeschafft und können womöglich auch der nächsten Baumgeneration eine Wiege sein. „So müssen wir keine Gebiete abzäunen“, sagt der Stadtförster.



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