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Eine Anwohnerin kämpft gegen Schulhof-Lärm

SPRINGE. Sie habe nichts gegen Kinder und auch nichts gegen die Schule am Ebersberg: Dass sie aber im Sommer nicht mehr auf ihrem eigenen Balkon sitzen kann, stört Vera Weber aber trotzdem. Viel getan werde ebenfalls nicht, wenn sich die 66-Jährige über den Lärm auf dem Schulhof der Grundschule beschwert.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Die 66-Jährige wohnt seit zwölf Jahren in der Sulauer Straße und ärgert sich beinahe täglich über den donnernden Lärm der Kinder, die auf dem Betonboden Fußball spielen. An die Ruhezeit zwischen 13 und 15 Uhr halte sich niemand. Und am Abend kämen dann auch Erwachsene zum Spielen, da werde mal laut Musik gehört oder auch mit Flaschen geworfen, hat Weber beobachtet. „Für die Kinder, die da spielen, ist das nicht okay.“

Den Fachdienst Ordnung bei der Stadt habe sie bereits über den Lärm informiert, dort sei das Problem bekannt. Und jedes Mal die Polizei zu rufen, sei ihr peinlich. Weber sei klar, dass weder die Polizei noch die Stadt den Platz immer kontrollieren könnten. Für die Anwohner sei die Situation dennoch ärgerlich. „Meine Nachbarin schreibt sogar Lärmprotokolle und sammelt Unterschriften. Aber ich fühle mich in der Rolle nicht wohl, immer nur zu meckern.“

Wenn sie die Kinder anspricht, seien sie sogar einsichtig. „Anders als die Eltern, dann geht die Post ab, da kann man sich einiges anhören“, sagt Weber. Einige Eltern hätten sie auch beschimpft. Seit Monaten sei sie an dem Thema dran, passiert sei aber nichts. „Vielleicht könnte man mal ein neues Hinweis-Schild erstellen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, oder den Text in verschiedene Sprachen übersetzen, mir ist klar, dass das Geld kostet.“ Auch die Tore könnten vielleicht abgebaut werden, sodass die Bälle nicht noch lauter gegen das Metall knallten. Sie betont, dass sie weder die Stadt noch die Polizei kritisiere. Ihr sei es wichtig, eine Diskussion über das Problem anzuregen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. „Die Verwaltung ist auch bemüht.“

Das einzige, das sie sich wünsche, sei im Sommer „etwas Ruhe“ und ungestört auf dem Balkon sitzen zu können oder die Fenster zu öffnen.



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