×
Kriminalität

Einbrecher steigen in Haus in Springe ein

In der Einbruch-Statistik der Polizei für 2022 gehört Springe zu den sichersten Städten in der Region Hannover. Für die Bewohner eines Hauses in der Straße "Forken Kamp" begann das neue Jahr dennoch mit einem Schrecken.

lkbm-5-beatrix-Deutsch-Headshots-jhr40_H2A1994

Autor

Beatrix Deutsch Volontärin zur Autorenseite

Unbekannte Täter brachen am Donnerstag, 5. Januar, in der Zeit zwischen 12.30 und 16 Uhr, in ein Einfamilienhaus in der Straße „Forken Kamp“ ein. Das teilte die Springer Polizei am Sonntag mit. Angaben zu möglichem Diebesgut machen die Ermittler nicht. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter ( 05041/77080 beim Kommissariat in Springe zu melden.

Insgesamt 13 Einbruchsversuche im Jahr 2022 in Springe

Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 13 Mal in Springe den Versuch, in Häuser, Wohnungen oder Firmen einzubrechen. Fünf Mal ist es den Täterinnen und Tätern gelungen. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt Hannover gab es im gleichen Zeitraum 792 Einbruchsversuche und 378 tatsächliche Einbrüche. Nun ist Hannover natürlich um einiges größer als Springe, doch selbst Sehnde, mit einer ähnlichen Bevölkerungsgröße wie Springe, hat vergangenes Jahr 26 Einbrüche zu verzeichnen, bei denen 17 vollendet werden konnten. In Springe sind die Zahlen also vergleichsweise niedrig.

Wie häufig werden die Täterinnen und Täter geschnappt?

Wie viele der Einbruchsfälle konnten aufgeklärt werden? Die Zahlen für 2022 liegen bisher noch nicht vor, jedoch lag die Aufklärungsquote 2021 in der Region Hannover bei 26,73 Prozent. „Während der Corona-Zeit und des Lockdowns sind mehr Menschen zu Hause geblieben, da auch das Homeoffice zugenommen hat“, vermutet ein Pressesprecher der Polizeidirektion Hannover. Bei den in der Statistik aufgenommenen Fällen handelt es sich nur um die, die die Betroffenen oder Zeugen auch bei der Polizei gemeldet haben. Somit liegt die Dunkelziffer wahrscheinlich höher.

Unter Einbruch versteht die Polizei dabei, „wenn ein Wohnobjekt oder Gewerbeobjekt aufgebrochen wird“, sagt der Pressesprecher. Anschließend müsse unterschieden werden, ob es sich dabei um einen Einbruch oder um Vandalismus handle. „Von einem Versuch spricht man, sobald der Täter auch nur versucht, einzudringen, indem an Tür oder Fenster angesetzt wird und dort Spuren zu finden sind.“

Mehr Fälle im Norden der Region

Beim Blick auf die Zahlen zeigt sich: Der Norden der Region Hannover weist generell mehr Fälle auf als der Süden. Woran liegt das? Der Polizeisprecher kann sich das nicht endgültig erklären – vermutet aber, dass Tätergruppen in bestimmten beieinanderliegenden Orten aktiv wurden. „Die kundschaften mögliche Objekte aus und versuchen dann, ihr Vorhaben in möglichst kurzer Zeit umzusetzen“, sagt er.

Vorsichtsmaßnahmen helfen gegen Einbrüche

Für alle, die ihr Haus oder ihre Wohnung gegen Einbrecher sichern möchten, hat die Polizeidirektion einige Vorschläge. „Täter wollen vermeiden, gesehen zu werden. Also empfiehlt es sich, ihnen dies schwerer zu machen“, sagt der Pressesprecher. Möglichkeiten seien dafür Beleuchtung am Haus, das Anbringen von Bewegungsmelder und eine Absprache mit den Nachbarn, um gegenseitig auf Haus und Grundstück achtzugeben. Auch wenn man in den Urlaub fährt, empfehle es sich, seine Nachbarn zu informieren. Andererseits: Öffentlich breittreten solle man seine Abwesenheit auch nicht.

Bauliche Verbesserungen sollen ebenfalls helfen. Durch verstärkte Türen und Fenster könne man den Einbrechern das Eindringen erschweren und kostbare Zeit gewinnen, in denen sie entdeckt werden können. „Das Eindringen darf normalerweise nicht länger als ein paar Sekunden dauern“, erklärt der Pressesprecher. Alles, was diese Zeit verlängere, schrecke die Täterinnen und Täter ab.

Die Polizeidirektion bietet kostenfreie Beratungsgespräche vor Ort an, bei denen Schwachstellen analysiert und ein persönliches Sicherheitskonzept erstellt werden kann. Auf Wunsch erhalte man nach erfolgreicher Mängelbeseitigung auch eine Präventionsplakette, die am Haus angebracht werden kann, um Einbrecher abzuschrecken. Ein kostenfreies Beratungsgespräch kann unter 0511/1091114 vereinbart werden.

Wen die Einbruchszahlen in der Region interessieren, der kann sich über das Einbruch-Radar auf der Internetseite der Polizeidirektion Hannover auf dem Laufenden halten. Jeden Montag werden dort die aktuellen Zahlen erhoben und visuell aufbereitet.




Das könnte Sie auch interessieren...
Kontakt
Redaktion
Telefon: 05041 - 78932
E-Mail: redaktion@ndz.de
Anzeigen
Telefon: 05041 - 78910
Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
Abo-Service
Telefon: 05041 - 78921
E-Mail: vertrieb@ndz.de
Abo-Angebote: Aboshop

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt