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Feuerteufel schlägt wieder in Bennigsen zu / Gartenlaube brennt komplett nieder

Ein mulmiges Gefühl bei den Pächtern

Bennigsen (col/mari). Die Serie von Brandstiftungen in Bennigsen setzt sich weiter fort. Hat wieder der Feuerteufel zugeschlagen? Zum fünften Mal war eine Kleingartenanlage das Ziel des Unbekannten. Eine Gartenlaube brannte gestern Nacht in der Kolonie „von Reden“ vollständig nieder – dies war bereits das dritte Feuer an der Hüpeder Straße.

Es qualmt noch in der Gartenkolonie von Reden – diese Laube ist in der gestrigen Nacht komplett abgebrannt.  Foto: col

Um kurz vor 2 Uhr morgens wurden die Feuerwehren aus Bennigsen und Hüpede gestern alarmiert – ein „unklarer Feuerschein“ auf der L 402 war gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Gartenlaube bereits lichterloh. Die fünf Löschtrupps waren mit Atemschutzmasken im Einsatz und konnten erst gegen 4.30 Uhr Entwarnung geben. Gegen 6 Uhr morgens rückte die Feuerwehr Lüdersen zu Nachlöscharbeiten an. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 10 000 Euro.

Zum Glück schlugen die Flammen nicht auf die angrenzenden Gartenlauben über. Ein Nachbar zeigt schwarzen Humor und beklagt seine „Backpflaumen“: Zwei seiner Pflaumenbäume und ein Kirschbaum sind durch die Flammen zerstört worden und nicht mehr zu retten. Frank Kallis, Vorsitzender des Kleingärtnervereins in Bennigsen, schüttelt angesichts der erneuten Tat nur fassungslos mit dem Kopf. „Wir können ja froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist“, sagt Kallis. Es sei reiner Zufall, dass sich der Pächter der Laube in dieser Nacht entschlossen hatte, noch nach Hause zu fahren und nicht vor Ort in seinem Häuschen zu übernachten. Das tue er nämlich häufiger. „Seit den Anschlägen traut sich kaum noch jemand, hier zu übernachten“, hat Kallis festgestellt – „die Leute haben ein mulmiges Gefühl und beäugen auch Fremde argwöhnischer“. Er befürchtet, dass es nun noch schwerer werden wird, die freien 25 Gärten in den Kolonien zu verpachten.

20 Brandstiftungen in acht Monaten: Diese traurige Bilanz zieht der Zentrale Kriminalermittlungsdienst der Polizei Hannover. Mal standen Papierkörbe oder Müllcontainer in Flammen, dann erwischte es einen alten Kinderwagen. Auf das Konto des oder der Feuerteufel gehen aber auch brennende Gartenlauben. Während anfangs häufiger die Feuerwehr in der Kernstadt ausrücken musste, „läuft es jetzt auf Bennigsen hinaus“, so ein Polizeisprecher. Neun Taten spielten im Süllbergort.

Die Beamten haben nach eigenen Angaben noch keine heiße Spur, wer der Verursacher sein könnte: „Die Ermittlungen dauern noch an.“ Möglich sei auch, dass es sich um einen Haupttäter und einen oder mehrere Trittbrettfahrer handele.



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