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Eldagsen: Kreisel ist vom Tisch, dafür sollen viele kleine Maßnahmen den Verkehr beruhigen

Ein dickes Paket

Eldagsen. Ein Kreisel sollte Lastwagen und Autos in Eldagsen ausbremsen. Doch das Vorhaben ist praktisch vom Tisch. Stärkstes Argument gegen die Maßnahme zur Verkehrsberuhigung: Die Stadt müsste die Finanzierung alleine stemmen – und das kann sie nicht.

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Autor:

VOn Markus Richter

Rund 360 000 Euro würde der Kreisel kosten. „Das Landesamt zahlt nichts, der Träger der Stadtsanierung auch nicht“, ist Sabine Hehne vom Fachdienst Planung überzeugt. Messungen hatten nämlich ergeben, dass die Geschwindigkeitsüberschreitungen in Höhe Barenburg Richtung Alferde nicht so eklatant seien wie von Anwohnern vermutet: Elf Prozent aller Verkehrsteilnehmer fuhren bei den Tests Tempo 51 bis 60, nur jeder Zweihundertste noch schneller. Ganz abschreiben will Hehne die Idee nicht, wobei inzwischen eine günstigere aber attraktive Alternative entwickelt wurde: ein „Maßnahmenpaket kleiner Ideen“.

Und das traf beim Ortsrat am Donnerstagabend größtenteils auf Zustimmung. Zentrales Element sollen stilisierte Stadttore am West- und Osteingang sein. Hinzu kommen demnach sogenannte Haltestellenkaps. Die bisherigen Busbuchten würden barrierefrei mit Hochboards gestaltet, die älteren und gehbehinderten Menschen den Zustieg in die öffentlichen Verkehrsmittel erleichtern. Interessant sei dies auch im Zuge einer möglichen Altenheim-Ansiedlung. Die Landesnahverkehrsgesellschaft hat eine 75-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Unstrittig ist scheinbar auch ein Tempolimit für Brummis über 7,5 Tonnen. Die dürften dann auf der Langen Straße nur noch 30 Stundenkilometer fahren. Ein notwendiges Lärmgutachten kostet 2000 Euro.

Mit der Idee, bis zu 14 neue Bäume am Straßenrand anzupflanzen, kann sich der Ortsrat indes noch nicht uneingeschränkt anfreunden. Dafür müssten zahlreiche Kriterien bedacht werden.

Spielplätze: Die Politik ist sich einig – teilt aber nur bedingt die Einschätzungen der Stadt. Mehrere Spielplätze sollen aus Kostengründen weg, darunter der am Amtmannshof, an der Obergutstraße und Lange Straße/Bergarten. Erhalten und zum Teil ausgebaut werden sollen die Einrichtungen an der Nordstraße, dem Schützenplatz und Zum Lüdekenwinkel. Unterm Strich sehen die Politiker einen deutlichen Sparbeitrag.

Wegebau: Sparen kann die Stadt auch, wenn sie sich auf das Angebot des Realverbands einlässt: Carsten Hische wies auf die unbefriedigende Situation am Weg vom Kreisel zu Jaspers Bank hin, der entlang des Baugebiets Klosterstraße führt. „Wenn die Stadt das Material kauft, baut der Realverband den Weg ordentlich aus“. Damit würde die Gestaltung nur 2500 statt 35 000 Euro kosten.

Kirchplatz: Die Arbeiten hinken derzeit drei Wochen hinter dem Plan her. Inzwischen unterstützen Archäologen des Landesamts die neun Historiker vor Ort. „Wir buddeln dort nicht aus Spaß“, sagt Ortsbürgermeister Ralf Burmeister. Die Kosten werden um 110 000 Euro steigen.



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